Restcents für den guten Zweck: Jennifer Heidel, DVV-Konzernkommunikation, überreicht Steffen Brieden, Vorstandsmitglied von livingroom e.V., die Spende der DVV-Mitarbeiter (Foto: DVV)

Duisburg. „Restcentspende“ heißt die Aktion der Mitarbeiter der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) und all ihrer Tochtergesellschaften. Hunderte Mitarbeiter beteiligen sich und lassen Monat für Monat ihr Nettogehalt auf den nächsten vollen Euro abrunden und spenden die so gesammelten „Restcents“ an eine karitative Einrichtung in Duisburg.

Wie schon im Vorjahr – damals waren es 4979,74 Euro – gehen die 422.515 Restcents an den Verein „livingroom – help youth grow e.V.“ in Meiderich. Der Verein leistet in Meiderich wertvolle Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein Team von über 20 zumeist ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt die jungen Duisburger dabei, ihre Potenziale zu erkennen und zu stärken. Bis zu 80 Kinder und Jugendliche nehmen die Angebote Woche für Woche wahr und profitieren so von der ganzheitlichen Förderung des Vereins. Für die Jüngeren gibt es Hausaufgabenhilfe, die Älteren lernen in Bewerbungstrainings, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Und natürlich gibt es für alle daneben auch viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mit gemeinsamem Kochen oder Spielangeboten.

„Vom Spendengeld der DVV-Mitarbeiter haben wir im vergangenen Jahr neue Möbel für den Speiseraum angeschafft. Es kommen immer mehr Kinder zu uns, so dass unser alter Raum aus allen Nähten platzte“, erklärt Steffen Brieden, Vorsitzender und Gründer des Vereins livingroom. Außerdem investierte der Verein in eine Klimatisierung für den Raum, in dem auch die Hausaufgabenhilfe und die Bewerbungstrainings stattfinden. Auch im Außenbereich des Vereinshauses hat sich etwas getan, denn ein neuer, kleiner Bolzplatz ist das neue Highlight für die Kids aus dem Duisburger Norden. Das Spiel- und Bewegungsangebot bei livingroom ist ohnehin für die Kinder und Jugendlichen umfangreich. „Wir wollten aber auch unsere Life-School ausbauen, um die Jugendlichen noch besser auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Auch hier haben wir neue Angebote umsetzen können. Sprechtrainings, Bewerbungsfotografie und einiges mehr“, freut sich Brieden über die Entwicklung des Vereins. Mit dabei ist seit einiger Zeit auch Amadeus Sommer. Der gelernte Erzieher kann vom Verein als Fachkraft in Teilzeit angestellt werden, um die Kinder und Jugendlichen bei den täglichen Angeboten anzuleiten und zu unterstützen.

Mit der erneuten Spende aus dem DVV-Konzern soll nun im Untergeschoss investiert werden. „Toben und Spielen ist bei uns natürlich an der Tagesordnung. Aber wir wollen nun auch Angebote im handwerklichen Bereich schaffen. Wir planen den Bau eines Werkraumes. Das soll handwerkliche Talente fördern und außerdem die Konzentration schulen helfen“, erklärt Brieden.

Den Kontakt zum Verein hergestellt hat Michael Siepmann, Leiter Betriebliches Gesundheitsmanagement im DVV-Konzern. Ihn hat das Konzept so sehr überzeugt, dass er livingroom als Spendenempfänger vorgeschlagen hat. Der Verein finanziert sich komplett durch Spenden und ist daher auf jede Hilfe angewiesen.

Angeregt hatte die Aktion „Restcentspende“ bereits im Jahr 2010 eine Gruppe Mitarbeiter der damaligen Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH, heute Netze Duisburg GmbH. Mitarbeiter aus diesem Bereich schlugen damals auch den ersten Empfänger der Restcentspende vor. Das Kinderheim St. Josef in Rheinhausen freute sich im September 2011 über die erste Spende in Höhe von rund 4000 Euro. Auch im Jahr 2012 ging die Spende der DVV-Mitarbeiter wieder an das Rheinhauser Kinderheim – erneut waren es rund 4000 Euro. Angeschafft wurde damals eine Kletterausrüstung. Außerdem konnte eine Gruppe eine Reise ins Emsland veranstalten. 2013 freute sich das Kinderheim Sankt Josef sogar über 4200 Euro, die in eine Kunsttherapie flossen. 2014 entschieden die Mitarbeiter der DVV, die Spende einer anderen Einrichtung zukommen zu lassen und spendeten 4051,60 Euro an die Kindertagesstätte Zaubersterne in Neuenkamp. Von dem Geld wurde ein Klettergerüst für den Außenbereich angeschafft. Im Jahr 2015 gingen die Restcents an die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. 5869,49 Euro gingen damals in Ausbau und Ausstattung der Fahrradwerkstatt.

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