(Foto: G. Suling)
Anzeige

Dormagen. Der Rückgang der Anzahl der nützlichen Insekten bereitet auch der SPD in Dormagen zunehmend Sorgen. „Gründe hierfür sind u. a. eine auf- und ausgeräumte Landschaft, auf denen Flächen mit notwendigen Futterpflanzen für die ökologisch bedeutenden Tiere fehlen“, erläutert Carsten Müller, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses. „Hier könnte auf kommunaler Ebene mit vergleichsweise geringen Mitteln gegengesteuert werden. So kann auf ausgesuchten Flächen eine extensive und damit insektenfreundliche Pflege erfolgen, die mit der Aussaat passender Samenmischungen gebietsheimischer Wildblumen und Wildgräser unterstützt wird.“ Geeignete Kreisverkehre, Randstreifen und ungenutzte Grünflächen könnten so bewirtschaftet werden, dass sie sich zum Lebensraum für Insekten entwickeln. Müller schlägt vor, dass die Technischen Betriebe Dormagen und das Umweltteam der Stadt Dormagen noch in diesem Jahr in Frage kommende Areale bewerten und auswählen, so dass bereits ab 2019 mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Sonja Kockartz-Müller, planungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion,  macht in diesem Zusammenhang deutlich: „Das Projekt muss nachhaltig angelegt werden, so dass die für die Insekten zur Verfügung gestellten Flächen auf längere Zeit reserviert, die Anzahl erweitert und die notwendige Pflege mit aufgenommen werden kann.“ Schulen, Kindergärten, Initiativen und Privatpersonen sollen bei der Anlage von Insektenwiesen und auch Insektenhotels mit einbezogen werden. Ideen und Projekte könnten dann auch mit dem kommenden Nachhaltigkeitspreis prämiert werden.

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses gestellt.

Beitrag drucken
Anzeigen