Ein Blick in die Leitstelle der Feuerwehr Essen. Rund um die Uhr sitzen hier Mitarbeiter am Notruf. Wir sind jederzeit erreichbar (Foto: Mike Filzen)

Essen. In den letzten Tagen sind mehrfach Hilfeersuchen und Schadenmeldungen über soziale Medien oder Email abgesetzt worden, teilweise sogar über Dritte. Dieses Vorgehen scheint auf den ersten Blick eine schnelle, bequeme und vor allem unverfängliche Art zu sein, die Feuerwehr um Hilfe zu bitten, ist aber keinesfalls zielführend.

Selbstverständlich nutzt die Essener Feuerwehr Facebook und Twitter in der täglichen Kommunikation, auch ein Email-Kontakt via Homepage ist möglich. Aber: keiner der genannten Kanäle wird ständig auf Funktionserhalt oder Eingang einer Meldung überwacht.

Nur der direkte telefonische Kontakt über die (europaweit gültige) Notrufnummer 112 stellt sicher, dass wir unmittelbar Hilfe in einer der Situation angepassten Art und Weise leisten können. Im Gespräch stellt der Disponent der Leitstelle die erforderlichen Fragen und kann sofort eine Alarmierung auslösen. Oder er entscheidet, dass der Einsatz zwar notwendig ist, aber eine niedrigere Priorität bekommt. So, wie es beispielweise bei der Sturmschadenbeseitigung in der vergangenen Woche wegen der Vielzahl der Notrufe und Einsatzstellen praktiziert werden musste.

Übrigens können auch gehörlose Menschen die 112 nutzen, indem sie ein Notfallfax an diese Nummer senden. Niemand muss Sorge haben, dass ihm nach dem Absetzen eines Notrufes ein Gebührenbescheid ins Haus flattert, es gibt also keinen Grund, die „112“ nicht zu wählen. Obendrein ist ein Notruf immer gebührenfrei und funktioniert sogar ohne Guthaben bei der Nutzung einer Prepaid-Karten. (ots)

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