Wird seinen Platz am Johannes von Gott Seniorenpflegeheim finden: Das Lotsenpunktschild, das Beraterin Alexandra Pawlik von Gudrun Jüttner, Koordinatorin „Netzwerk- und Quartiersarbeit im Seniorenforum“ der Stadt Neuss, erhielt. (St. Augustinus-Behindertenhilfe) (Foto: privat)

Neuss. Eine neue Anlaufstelle gibt es jetzt für Senioren im Neusser Meertal/Augustinusviertel: Der neue Lotsenpunkt im Johannes von Gott Seniorenpflegeheim, Meertal 6, unterstützt seit Januar 2018 Senioren darin, eigenständig zu leben und möglichst lange in ihrem Zuhause wohnen bleiben zu können. Denn mit zunehmendem Alter steigt auch der Bedarf an Unterstützung: beim Einkaufen zum Beispiel, beim Arztbesuch oder dabei, Kontakt zu pflegen, an Angeboten im Viertel teilzunehmen und neue Menschen kennenzulernen.

Das Projekt ist nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr wurde der erste Neusser Lotsenpunkt im Stadtteil Erfttal eröffnet. Der zweite ist nun in Kooperation mit der St. Augustinus-Behinderten- und Seniorenhilfe und der Stadt Neuss entstanden. Weitere zwei sollen in den kommenden Jahren folgen. Mit den Lotsenpunkten möchte die Stadt vor allem die Quartiersarbeit vor Ort in den Vierteln stärken und eine auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmte Beratung und Begleitung bieten. Denn jedes Quartier ist einzigartig und unterschiedlich, was Altersstruktur, kulturelle Hintergründe oder die nachbarschaftliche Anbindung angeht.

Im Meertal wird Alexandra Pawlik den Lotsenpunkt begleiten. Einmal in der Woche, donnerstags von 9 bis 14 Uhr können sich Senioren von ihr in allen Belangen beraten lassen. Darüberhinaus plant die 40-Jährige auch zusätzliche Informationsveranstaltungen, gemeinsame Freizeitaktivitäten, aber auch direkte Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Tätigkeiten anzubieten und so das Angebot auszubauen. „Beratung ist ein großer Teil meiner Arbeit hier. Ich möchte aber auch Menschen begleiten und Wege bereiten –und zwar vor allem gemeinsam mit den Bürgern aus dem Viertel. Der Lotsenpunkt soll so zu einem Treffpunkt werden für alle, die sich austauschen und Kontakte knüpfen möchten. Denn ein gutes nahes Netzwerk kommt allen Bewohnern des Viertels zugute,“ erzählt die diplomierte Sozialwirtin, die bereits in der Neusser Beratungsstelle KoKoBe Menschen mit Behinderung zur Seite steht.

Jeder, der das Angebot in Anspruch nehmen will, kann donnerstags, 9-14 Uhr, in das Lotsenpunkt-Büro im Johannes von Gott Seniorenpflegeheim zur Beratung kommen. Individuelle Terminabsprachen außerhalb der Sprechzeiten sind auch möglich. Alexandra Pawlik ist erreichbar unter a.pawlik@ak-neuss.de.

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