Die „Herz-Klasse 10e“ der Gesamtschule Kaiserplatz zeigt Herz für das stups-KINDERZENTRUM: Über vier Jahre unterstützten die Schüler/-innen die Kinder- und Jugendhospizarbeit in Krefeld (Foto: privat)

Krefeld. Das aktuelle Ergebnis aus dem Besonderen Weihnachtsmarkt 2017 waren insgesamt rund € 700,- Erlös plus weitere Spenden: Die Schüler-/innen der heutigen Klasse 10e der Gesamtschule Kaiserplatz konnten diese Summe an Diane Kamps, die Oberin der DRK Schwesternschaft Krefeld, überreichen, um die Arbeit im Kinder- und Jugendhospiz im stups-KINDERZENTRUM auch jetzt wieder zu unterstützen. „Ihr gehört zu diejenigen, die uns seit einer langen Zeit begleiten und wir sind sehr dankbar für eure Hilfe“, meinte Diane Kamps zu den rund 25 Schüler/-innen.

Die 10e der Gesamtschule hat den Beinamen „Herz-Klasse“ – und das hat einen guten Grund: Angefangen hatte alles vor fünf Jahren… Die Schüler/-innen der heutigen Klasse 10e der Gesamtschule Kaiserplatz hatten den Wunsch etwas Gutes zu tun. Schülerin Anna-Lena Stempel hat die Einstellung, stellvertretend für viele aus der Klasse, Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, zu helfen und Ideen in die Tat umzusetzen.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Klasse für mehrere soziale Projekte eingesetzt. Es wurden Lebensmittel für die Krefelder Tafel gesammelt, für andere Mitschüler/innen der Schulhof gestaltet und viele weitere freiwillige Aktionen durchgeführt. Besonders engagierte sich die Klasse für das Kinder- und Jugendhospiz im stups-KINDERZENTRUM. Seit fünf Jahren bastelt, backt, malt und baut die Klasse gemeinsam mit Eltern und Klassenlehrerinnen Maria Akrivi und Anke Jakobs für einen guten Zweck. „Es ist uns wichtig gemeinsam mit Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen andere mit Herz zu unterstützen, ein gemeinsames Projekt zu haben“, betont Anke Jakobs. Jedes Jahr kurz vor Winterbeginn geht es los. In vielen Stunden und am Wochenende wird gemeinsam geschafft, denn der „Besondere Weihnachtsmarkt“ im Zentrum Krefelds steht immer im Dezember an. „Wir möchten den Jungen und Mädchen vermitteln, dass es wichtig ist gute Menschen zu werden und gute Schüler/-innen“, fasst Maria Akrivi das Ziel der „Herz-Klasse“ zusammen

Das Geld – in Summe über 3000€-, das durch den Stand auf dem Weihnachtsmarkt eingenommen wurde, spenden sie bereits seit fünf Jahren Hilfebedürftigen, vier Jahre davon an das „Kinder- und Jugendhospiz STUPS“! Vor fünf Jahren gingen die Einnahmen an eine hilfsbedürftige Schule in Malawi (Afrika). Die Klasse entschied sich allerdings durch einen Schulbesuch der Kinderzentrums-Leiterin Nancy Gasper im Rahmen des Unterrichtsfaches Darstellen und Gestalten dafür, in den Folgejahren ein Projekt in ihrer Nähe zu unterstützen, um dieses im Laufe der Zeit immer mal wieder zu besuchen und um zu sehen, was gespendetes Geld – egal wie viel- bewirken kann.

Am 15. Januar kam Diane Kamps in die Schule und besuchte die Schulleiterin Kathrin Rengers sowie die Klasse 10e mit ihren beiden Klassenlehrerinnen. Die Klasse überreichte ein letztes Mal das eingenommene Geld. Diane Kamps berichtete von den neuen Entwicklungen im Kinder- und Jugendhospiz – etwa, dass jetzt die Trauerhilfe für die Eltern und Geschwisterkinder jetzt beginnt, „vorher war die Zeit dafür bei den Eltern und Familien noch nicht gekommen“. Außerdem berichtete sie von einem neuen Rückzugsraum, der für die Eltern eingerichtet wird.

Die Schüler/-innen schilderten auch ihre Erfahrungen aus den Jahren des Einsatzes für das stups-KINDERZENTRUM: „Das erste Mal hatte ich ein bisschen Angst, habe aber dann gesehen, dass es für die Kinder eine schöne, fröhliche Umgebung ist. Mit hat sehr gefallen, dass alles integrativ war“, meinte etwa Rafaela Stavroglou – und Marie-Sophie Nowak ergänzte, dass der Besuch auch Berührungsängste genommen habe. Für Mara Börger-Sanchez war es hingegen wichtig zu wissen, dass auch die Geschwisterkinder mit beachtet und betreut werden: „Es geht nicht nur ums Sterben, sondern auch darum, es den Kindern schön zu machen“, fasste sie zusammen.

Mit der Spendenübergabe endete die Zusammenarbeit in diesem Rahmen: Eine Klasse, die im besonderen Maße sich für andere eingesetzt hat, sagt auf Wiedersehen.

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