Dr. Peter Schott, Oberarzt der Radiologie (Foto: HELIOS/Sunnylight-Photographie)

Krefeld. Ab einem Alter von 60 Jahren leidet etwa jeder zweite Mann unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Dabei kommt es zu Beschwerden beim Wasserlassen. Häufiger Harndrang, Blasenentleerungsstörungen und Entzündungen können die Folgen sein. Die Erkrankung wird zunächst mit Medikamenten behandelt. Sollte die Therapie ohne Erfolg oder nicht mehr ausreichend sein, wird in der Regel eine operative Ausschälung der Prostata durchgeführt.

Die Prostataaterien-Embolisation, kurz PAE, ist eine neue Therapiemöglichkeit für Patienten, bei denen eine OP nicht in Frage kommt. Über einen winzigen Leistenzugang führen die interventionell tätigen Radiologen unter Röntgenkontrolle einen Mikrokatheter in die Gefäße zu den Beckenorganen ein. Von dort aus gelangen sie in die fein verästelten Arterien, die die Prostata mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Über diesen Transportweg schwemmen die Ärzte spezielle Mikrokügelchen ein, bis der Blutfluss zum Stehen kommt. Infolge der so herbeigeführten Unterversorgung stirbt Drüsengewebe ab. Die Prostata schrumpft, der Druck auf die Harnröhre lässt nach und die Symptome beim Wasserlassen sollen sich bessern. Schon wenige Tage bis Wochen nach einer erfolgreichen Embolisation nehmen viele Betroffene eine anhaltende Symptomverbesserung wahr. Der Vortrag von Dr. Peter Schott, Oberarzt der Radiologie, ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ort: Cafeteria des Helios Cäcilien-Hospital Hüls. Fette Henn 50.

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