Berliner Brücke (A 59) in Richtung Duisburger Norden (Foto Torsten Gehner)

Duisburg. Aktuell um 16 Uhr sind insgesamt 505 Einsatzkräfte zur Beseitigung der Schäden durch das Orkantief Friederike im Dienst: 132 Kräfte der Berufsfeuerwehr und Grundschutz, 266 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, 23 Kräfte in der Feuerwehr-Einsatzleitung, 67 Kräfte des Technischen Hilfswerks sowie 17 Fremdkräfte (Forstamt, Firmen). Die Zahl der Einsätze liegt aktuell bei über 500, aktuell sind noch alle Abschnittsführungsstellen in den einzelnen Feuerwachen besetzt. Die Unwetterwarnung wurde um 15.15 Uhr aufgehoben.

Die Feuerwehr der Stadt Duisburg arbeitet zusammen mit vielen anderen beteiligten Stellen daran, große und kleine Schäden so schnell wie möglich zu beheben. Dazu Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link: „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie professionell die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und den anderen beteiligten Organisationen in Krisenfällen läuft. Für die tolle Arbeit – buchstäblich bei Wind und Wetter – geht mein Dank an die Duisburger Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, das Umweltamt der Stadt Duisburg und die Wirtschaftsbetriebe. Alle Duisburgerinnen und Duisburger, die Schäden gemeldet haben und derzeit auf Helfer warten, bitte ich noch um etwas Geduld. Die Einsatzkräften tun, was sie können.“

Derzeit sind die Schäden in den Wäldern, Parks und Grünanlagen nicht abschätzbar. Aufgrund der Gefahr spricht die Stadt Duisburg hiermit bis auf Weiteres ein Waldbetretungsverbot aus. Schon, wenn Personen von einem Unterarm starken Ast getroffen würden, könnten schwerste Verletzungen verursacht werden. Oft wird die Wucht der teils aus 20 bis 30 oder sogar 40 Metern Höhe herabfallenden Äste unterschätzt. Nach einem schwerem Sturm oder Gewitter hängen häufig noch viele losgebrochene Äste in den Baumkronen, oder es stehen Bäume schief, die nicht ganz entwurzelt wurden.

Schon seit den frühen Morgenstunden meldete die städtische Pressestelle 21 Updates zur Lage in der Stadt Duisburg durch den neuerlichen Wintersturm. So ist an der Grundschule Heisterbacher Straße in Beeckerwerth das Flachdach des Hauptgebäudes durch den Sturm abgehoben worden. Personen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Da noch nicht gewiss ist, ob das Dach heute noch vom Schulhof entfernt werden kann, da schweres Gerät notwendig ist, wurde in Absprache mit der Schulpflegschaft der Unterricht sowie die Betreuung für morgen, 19. Januar, abgesagt. Berufstätige Eltern haben natürlich die Sicherheit, dass ihre Kinder morgen in der Grundschule betreut werde. Das Kollegium wird dann die Räume nutzen, die von dem Schaden nicht betroffen sind.

Auf der Berliner Brücke (A 59) in Richtung Duisburger Norden wehte Friederike die Plane eines Sattelanhängers über die Brückenbrüstung. Gegen 12.30 Uhr wurden die städtischen Angestellten, die im Außendienst unterwegs sind, aufgefordert, geschlossene Räume aufzusuchen. 20 Minuten vorher gab es eine ähnliche Warnung für Schülerinnen,Schüler und Kita-Kinder. Diese sollten bis zur Entwarnung durch die Stadt Duisburg in den Räumlichkeiten verbleiben. Die städtischen Jugendzentren und die Bauspielplätze bleiben heute geschlossen.

Der Schwerpunkt der Einsätze lag zur Mittagszeit im Duisburger Westen, vor allem in Rheinhausen. Dort wurden verstärkt Bäume, Äste und lose Gegenstände vom Wind herumgewirbelt. Am Vinckeweg in Ruhrort ist ein Baum auf ein Gebäude gestürzt. Nach 11 Uhr wurde in der Stadtmitte ein Pkw am Silberpalais von einem Baum getroffen. Es wurde glücklicherweise in beiden Fällen niemand verletzt.

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