(Foto: privat)

Moers. Verantwortungsbewusste Kraftfahrer wissen: Hinter jedem haltenden Bus lauert die Gefahr, dass plötzlich Kinder auf die Fahrbahn treten. Und in der Nähe von Schulen, an Haltestellen wird gedrängelt, schnell mal quer über die Straße gerannt, damit man den Bus noch erwischt.

Und Flüchtlingskinder, die noch nicht so mit dem hiesigen Verkehr vertraut sind, haben ein noch höheres Risiko. Erst recht, wenn sie am Nachmittag nach der OGATA bzw. Nachmittagsbetreuung mit einem Linienbus so weite Strecken bewältigen müssen wie von der Grundschule Eick West zur Stadtmitte.

Atiq Paikar vom Netzwerk Mitte hatte die Idee, ob man nicht eigens eine Sicherheitsschulung für diese Gruppe anbieten könnte und nahm Kontakt mit der NIAG auf. Frank Chindemi – Verkehrsmeister, Trainer und Qualitätsbeauftragter von der NIAG – bot kurzfristig Termine für eine Busschulung an und im Dezember konnte es losgehen.

Auf dem Parkplatz am Solimare wurde den Kindern kostenlos und sehr praxisnah gezeigt, was alles zum sicheren Busfahren gehört. Dazu gehörte das Verhalten an den Bushaltestellen, die Sicherheit während der Fahrt und beim Einstiegen und Verlassen des Fahrzeugs.

Außerdem durfte sich jedes Kind von der Bustür einklemmen lassen, um ihnen so die Angst vor der Türe zu nehmen. Die Kinder erlebten eine spannende Zeit, Eltern und Flüchtlingshelfer sind froh, weil sie weniger Ängste haben müssen und OGATA-Träger und NIAG wünschen sich regelmäßiges Training für alle Buskinder an Schulen. Weitere Infos auch unter: www.niag-online.de oder www.netzwerk-mitte-ev.de.

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