Das Kamera-Team filmte auch auf dem Feuerwehr-Löschboot, hier Thomas Nilges und Martin Mönnig (von links) (Foto: privat)

Krefeld. Die Krefelder Feuerwehr ist in wenigen Wochen regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Die Firma „Filmreif TV“ hat sie seit September mit einem Kamera-Team bei vielen verschiedenen Einsätzen begleitet, herausgekommen ist eine spannende DokuReihe. Jetzt sind alle zehn Folgen im Kasten, ab dem 30. Januar werden die Feuerwehrleute unter dem Titel „112 – Feuerwehr im Einsatz“ auf dem Sender DMAX jeweils dienstags um 21.15 Uhr zu sehen sein. Die erste Folge lief bereits probeweise kurz vor Weihnachten, um potentielle Werbekunden anzusprechen. Sie wird am 30. Januar noch einmal wiederholt. Das erste Fazit fällt gut aus. „Als vor einigen Monaten angefragt wurde, waren wir zunächst skeptisch. DMAX und Filmreif TV hatten sich aber mit dem Hamburger Ableger `112 – Einsatz in Hamburg´ einen Namen gemacht“, berichtet Christoph Manten, Pressesprecher der Krefelder Feuerwehr. „Uns war es wichtig, dass es sich um eine niveauvolle Berichterstattung handelt.“

Sebastian Kersten und die Zwillinge Thomas und Andreas Nilges sind einige der Feuerwehrleute, die eine Art Hauptrolle innehaben. Bei einem Casting im Vorfeld der Dreharbeiten wurden sie zusammen mit fünf weiteren Kollegen ausgewählt. „Es hat sich aber schnell gezeigt, dass diese Gruppe wegen verschiedener Dienstpläne immer mal wieder erweitert werden muss“, sagt Kersten. Der 36-Jährige ist in der ersten Folge mehrfach zu sehen. „Ich habe sie zusammen mit meiner Familie geschaut, mein Sohn war begeistert. Ich war schon ein wenig nervös, weil ich nicht mehr genau wusste, was ich in den Interviews überhaupt gesagt habe.“ Denn was genau ausgestrahlt wird, wissen die Darsteller nicht. „Wir haben allerdings großes Vertrauen in das Filmteam. Im Vorfeld haben wir lange Gespräche geführt, da in einem solch sensiblen Umfeld nicht alles gezeigt werden kann, was passiert, gerade wenn es um Verletzte oder Tote geht. Alle Persönlichkeitsrechte wurden beachtet und wir konnten immer Stop sagen, wenn wir es wollten“, sagt Andreas Nilges. Die Filmemacher agierten bei allen Einsätzen im Hintergrund und behinderten so nicht die Arbeiten der Rettungskräfte. Zusätzlich wurden kleine Kameras an den Uniformen befestigt. „Man vergisst relativ schnell, dass man so eine Kamera vor der Brust hat. Aber auch hier wurde uns versichert, dass keiner von uns nachher doof dasteht, wegen dem, was er vielleicht mitten in einem Einsatz gesagt hat. Wir schönen eben nichts, das was zu sehen ist, sind keine schauspielerischen Leistungen, sondern der pure Alltag eines Feuerwehrmanns.“

Dass der aber nicht nur aus dem Löschen von Bränden besteht, wird deutlich, auch wenn ein Kellerbrand an der Vulkanstraße und ein Wohnungsbrand an der Neue Linner Straße sehr spektakulär herüberkommen. Auch bei Übungen, Werkstatt-Diensten und Aus- und Fortbildungen war häufig eine Kamera dabei. „Häufig fragen uns Menschen, was wir denn den Tag so machen, wenn es mal nicht brennt, ob wir dann nur herumsitzen. Die Aufnahmen zeigen, dass dies nicht so ist. Dies zu zeigen, war uns ein großes Bedürfnis“, schildert Thomas Nilges. Mit der Serie hoffen er und seine Kollegen auch, den Beruf attraktiv darzustellen und junge Menschen für eine Ausbildung bei der Feuerwehr zu begeistern. Ein zweites Standbein im Fernsehen, wie zum Beispiel die beiden Bochumer Polizisten Toto und Harry, möchte dagegen keiner der Gezeigten aufbauen. Kersten: „Auf gar keinen Fall, dafür lieben wir unseren Job hier zu sehr.“ Für „112 – Feuerwehr im Einsatz“ wurde auch in den Wehren in Delmenhorst und Lüdenscheid-Nord gefilmt. Sie sind zusammen mit den Krefelder Kollegen am 30. Januar, 6., 13., 20. und 27. Februar sowie am 6., 13., 20. und 27. März und in einer Best Of-Folge am 3. April, jeweils um 21.15 Uhr, auf DMAX zu sehen.

InfoKlick: www.dmax.de/programme/112-feuerwehr-im-einsatz

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