Auch am Rosenmontag 2018 wird es wieder eine Tribüne für Menschen mit besonderen Bedürfnissen geben (Foto: (c)Michael Gstettenbauer/Landeshauptstadt Düsseldorf)

Düsseldorf. Das Inklusionsprojekt wird mit Unterstützern erneut realisiert/Standort ist am Graf-Adolf-Platz/Anmeldungen werden entgegengenommen

Passend zum aktuellen Karnevals-Mottos „Jeck erst recht“ haben sich auf Initiative der Landeshauptstadt Düsseldorf erstmalig mehrere Unterstützer zusammengeschlossen, um auch in dieser Session Menschen mit besonderen Bedürfnissen das Live-Erlebnis des Rosenmontagszug möglich zu machen. Die Landeshauptstadt übernimmt 2018 gemeinsam mit den Partnern der AOK Rheinland/Hamburg, dem Assistenzdienst Deutschland, der Werkstatt für angepasste Arbeit und dem Comitee Düsseldorfer Carneval e. V. wieder die Organisation und Koordination dieses Inklusionsprojektes.

Helma Wassenhoven, Leiterin des Referats für Ehrenamt, Social Sponsoring und Veranstaltungen der Landeshauptstadt Düsseldorf: „Der Düsseldorfer Karneval ist großartig und verbindet alle Menschen – mit und ohne Handicap. Ich freue mich deshalb sehr über die starke Allianz, die dieses Inklusionsprojekt erneut möglich macht.“

Karneval 2013 baute die AOK Rheinland/Hamburg erstmals für den Rosenmontagszug am Graf-Adolf-Platz eine Tribüne für Rollstuhlfahrer, sehbehinderte Menschen und Familien mit schwerkranken Kindern. Nachdem im vergangenen Jahr kurzfristig die Landeshauptstadt sowohl die Kosten als auch die Organisation dieser Tribüne übernommen hat, ist in diesem Jahr die AOK Rheinland/Hamburg wieder als Unterstützer mit an Bord – und zusätzlich erstmals der Assistenzdienst Deutschland, dessen Hauptsitz in Düsseldorf ist.

Die AOK Rheinland/Hamburg engagiert sich schon immer bei vielen sozialen Projekten und Aktionen. „Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder ein Teil der Organisation der Rosenmontagstribüne zu sein und somit den Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu geben, den Karneval in Düsseldorf hautnah mitzuerleben. Dabei sind wir froh über die Zusammenarbeit mit unseren starken Partnern“, so Jürgen Vogt, Regionaldirektor in Düsseldorf. Finanziert wird diese Aktion zusammen mit dem Assistenzdienst Deutschland. Seitens der AOK Rheinland/Hamburg wird dies durch Gelder aus Zahngoldspenden der Patienten aus der AOK-Zahnklinik ermöglicht.

Der Assistenzdienst Deutschland unterstützt Menschen, die zur Bewältigung ihres Alltags Hilfe benötigen. Zu seinen Kunden gehören Menschen mit körperlichen, geistigen und/oder kognitiven Einschränkungen, Senioren sowie kurzzeitig Erkrankte. Jeder Assistenznehmer bestimmt nicht nur Art und Umfang der Assistenz, sondern auch alle helfenden Schritte zu einem selbstbestimmten Leben. Für die persönliche Assistenz gibt es einen Pool an Mitarbeitern mit verschiedenen Qualifikationen, die die Kunden in den ausgewählten Lebensbereichen nach Wunsch und Bedürfnis optimal unterstützen.

Thomas Schilder, Geschäftsführer der Werkstatt für angepasste Arbeit, der zugleich auch Initiator des ersten inklusiven Karnevalsvereins „Gemeinsam Jeck“ ist, und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die liebevolle Dekoration der Tribüne übernehmen. Außerdem werden sie einen eigens dafür entworfenen Orden produzieren. Auf der Tribüne haben 104 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz, zudem stehen noch weitere 45 Plätze für Rollstuhlfahrer zur Verfügung.

Wegen des geänderten Zugweges auf der Kö wird die Tribüne wieder am früheren Standort in Höhe des Graf-Adolf-Platzes gegenüber der Telekomsäule errichtet. Die Tribüne wird auch diesmal nicht überdacht sein, es stehen zwei barrierefreie Toiletten zur Verfügung. Auch Security wird wie gewohnt vor Ort sein. Der Aufbau erfolgt am 10. Februar, abgebaut wird die Tribüne am 13. Februar. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Moderator für sehbehinderte und blinde Menschen geben.

Die erforderliche Anmeldung erfolgt über die AOK per E-Mail Andreas.Vogt@rh.aok.de oder telefonisch unter 02118225339. Anmeldungen werden bis zum 31. Januar 2018 angenommen, solange der Platz reicht.

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