© Marcel Hein / MH-Photography
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Moers/Duisburg/Oberhausen. Verlassene Gebäude, Autofriedhöfe, stillgelegte Sanatorien, verfallene Treppenhäuser – sogenannte „Lost-Places“ faszinieren den Duisburger Nachwuchskünstler Marcel Hein.

Der 1996 in Oberhausen geborene Künstler kam autodidaktisch zur Fotografie und sucht seitdem alte, sich selbst überlassene Gebäude auf, um vergessene Geschichten wieder aufleben zu lassen. Dabei hält er sich an das ungeschriebene Gesetz, an den verlassenen Orten nichts zu verändern. Die Suche nach dem längst Vergessenen, dem Zerfall ausgesetzten und unaufhaltsam von der Natur zurückeroberten „Lost-Places“ führen ihn dabei durch Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich. Dabei gelingt es Hein Atmosphäre, Licht und Blinkwinkel in einen harmonischen Einklang zu bringen.

© Marcel Hein / MH-Photography

Eine verlassene Wohnstube, verrottende Balken an der Decke, von den Wänden abblätternder Putz, ein durch Feuchtigkeit vergammelter noch gedeckter Tisch – und doch scheint das Zimmer gerade erst verlassen. Eine sorgsam zusammengelegte Decke liegt auf einem alten Sessel, die Schuhe ordentlich abgestellt, als würden sie den Bewohner erwarten. Trotz einer Zentimeter dicken Staubschicht strahlt der Raum eine besondere Atmosphäre aus, die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.

Für den Betrachter wird die Geschichte des Raumes wieder lebendig. Die manchmal schwer zu fassende Ästhetik der zeitlos schönen Architektur lassen beim Betrachter ein Gefühl der Melancholie aufkommen und hoffen, dass die Orte noch lange in ihrem so eigenen Schlaf bleiben mögen.

Bereits 2017 konnte man eine kleine Auswahl der Bilder des jungen Fotografen in Gastronomien der Stadt Duisburg betrachten.

Vom 24. Februar 2018 bis zum 10. März 2018 kann man nun Heins erste eigene Ausstellung im Eurotec Moers, Eurotec-Ring 15, 47445 Moers besuchen. Die öffentliche, eintrittsfreie Vernissage mit anschließender Eröffnungsfeier beginnt am 24. Februar 2018 um 12:00 Uhr.

Marcel Hein freut sich auf interessierte Besucher um sie in der Welt des vergessenen Europas zu empfangen.

© Marcel Hein / MH-Photography
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