Am Durchgang vom Unteren Rheinwerft zum Alten Hafen installierten die Arbeiter eine Schutzwand aus Dammbalken, Stahlstützen und Metall-Elementen (Foto: (c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Neuss/Düsseldorf. Der Rhein weist in Neuss derzeit (Freitag, 5. Januar 2017, 12 Uhr) einen Wasserstand von 7,82 Metern (Neusser Pegel) auf. Wasserstände ab 7,50 m gelten in Neuss als Hochwasser. Die Tendenz ist weiterhin steigend, auf Basis aktueller Prognosen ist am Sonntag mit dem Höchststand zu rechnen. Das Tiefbaumanagement der Stadt Neuss hat erste Schritte eingeleitet, um sich auf die steigenden Wasserstände vorzubereiten. Unter anderem wurden Uferwege gesperrt, die bei einem weiteren Anstieg des Wassers nicht mehr passierbar sind. Darüber hinaus werden die aktuellen Messwerte und Prognosen kontinuierlich überwacht. Weitere Schritte sind derzeit nicht erforderlich.

Der Neusser Pegel ergibt sich, indem 0,80 Meter zum Düsseldorfer Pegel hinzuaddiert werden.

Bereits gefüllte Sandsäcke bereit für den Einsatz: Insgesamt 40.000 werden bis Sonntagabend befüllt sein (Foto: (c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr)

Aufgrund des steigenden Rheinpegels werden die Hochwasserschutzmaßnahmen in der Landeshauptstadt Düsseldorf seit heute (Freitag, 5. Januar) ausgeweitet. Um 8 Uhr starteten am Freitagmorgen die Vorbereitungen: Das Tor am Unteren Rheinwerft zum Alten Hafen wurden geschlossen und gleichzeitig die Stromleitwand unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke zum Schutz des Yachthafens aufgebaut. Eingesetzt wurden dabei schweres Gerät wie Bagger und Kran. Am Durchgang vom Unteren Rheinwerft zum Alten Hafen in der Düsseldorfer Altstadt installierten die Arbeiter eine Schutzwand aus Dammbalken, Stahlstützen und Metall-Elementen. „Mit diesen Arbeiten wurden die Vorgaben des Arbeitsplans Hochwasserschutzdienst umgesetzt, die vorsehen, dass bei Prognosen von 8,00 Metern Düsseldorfer Pegel und mehr das Tor am Alten Hafen, die Verbindung zwischen Altstadt und Unterem Werft, geschlossen wird“, erklärte Kristian Lütz, Leiter der Abteilung Wasserbau des Stadtentwässerungsbetriebs.

Der Rheinpegel steigt seit Samstag, 30. Dezember 2017, an. Mit Pegelhöhen von 6 Metern leitete der Stadtentwässerungsbetrieb der Landeshauptstadt Düsseldorf erste Maßnahmen zum Schutz der Stadt ein. Als Erstes wurden die Auslassschieber der Düssel im Bereich der Altstadt geschlossen, um zu verhindern, dass über die Düssel das Rheinwasser in die Stadt fließt. Der Wasserspiegel des Spee’schen Grabens wurde vorher um etwa 60 Zentimeter gesenkt. Dies ist erforderlich, um das Wasser der Düssel, das nun nicht mehr in den Rhein fließen kann, aufzufangen.

Ab einer Höhe von etwa 8,20 Metern Düsseldorfer Pegel (DP) wird das Untere Werft vom Rheinwasser überflutet. Der Parkplatz am Unteren Werft wird daher bereits ab einer Pegelhöhe von 7,50 Metern geschlossen und geräumt.

Bürgerinnen und Bürger können sich durch die Pegeluhr an der Rheinuferpromenade über die Pegelstände am Rhein informieren. Die Pegeluhr lässt sich wie folgt ablesen: Der kleine Zeiger zeigt den Meterstand des Rheins an und der große Zeiger die Zentimeter.

Feuerwehr und THW füllen 400 Tonnen Sand in Säcke
Auch bei der Düsseldorfer Feuerwehr laufen die Vorbereitungen zum Hochwasserschutz weiter. Bis Sonntagabend, 7. Januar, werden insgesamt 40.000 Sandsäcke bereitstehen, die bei Bedarf eingesetzt werden können. 20.000 sind bereits gefüllt, weitere 20.000 werden seit heute in Wechselschichten rund 50 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) an der Wache Posener Straße gefüllt. 400 Tonnen Sand wurden dafür am heutigen Freitag angeliefert und bis Sonntag dann verfüllt.

Aktuelle Informationen zur Entwicklung der Wasserstände sind im Internet unter www.elwis.de oder unter www.hochwasser.rlp.de abrufbar.

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