"Zukunft St. Anna" - Perspektive Innenbereich/Quelle: Planungsgemeinschaft Rosiny und Trint + Kreuder

Düsseldorf. Mit einer Auftaktveranstaltung und Bürgerinformation im Oktober 2017 startete das Investorenauswahlverfahren der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und Benediktus, begleitet durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Erzbistum Köln. Ziel war, für das Grundstück der Kirchengemeinde zwischen Niederkasseler Straße und Kanalstraße ein städtebauliches Konzept für die Neubebauung mit Wohnungen, Kindertagesstätte und einem Gebetsort zu entwickeln. An dem Verfahren nahmen acht Planungsteams aus Investoren, Architekten und Landschaftsarchitekten teil. Das Verfahren wurde von dem Aachener Planungsbüro „RHA reicher haase associierte“ vorbereitet und begleitet.

Am 19. Dezember hat das Empfehlungsgremium unter Vorsitz des Kölner Architekten Kaspar Kraemer getagt. Nun stehen die Sieger des Wettbewerbs fest: Der 1. Preis geht an die Planungsgemeinschaft „Rosiny und Trint + Kreuder“ mit dem Investor „Wohnen St. Anna GmbH & Co. KG“. Den 2. Preis erhält das Architekturbüro „Konrath und Wennemar“ mit dem Investor „Rheinwohnungsbau GmbH“. Der 3. Preis geht an „Pink Architektur“ mit dem Investor „FEWA Grundstücksgesellschaft GmbH & Co. KG“.

Die Entscheidung traf eine 18-köpfige Empfehlungskommission aus Fachpreisrichtern, politischen Vertretern aller Fraktionen, Vertretern der Kirchengemeinde St. Antonius und Benediktus, des Erzbistums Köln und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Jury hat sich mit großer Mehrheit für den Siegerentwurf entschieden und sprach eine Empfehlung zur Überarbeitung aus, die zur Optimierung der Bebauungsstruktur hinsichtlich der Höhenentwicklung führen soll.

Pfarrer Michael Dederichs ist am Ende einer intensiven Diskussion von dem Ergebnis überzeugt: „Die prämierten Arbeiten gehen sowohl auf das bauliche Umfeld von Alt-Niederkassel ein als auch auf die vielzähligen Vorgaben, die Teil der Auslobung waren. Der 1. Preis schlägt mit seiner dörflichen Struktur eine gute Lösung für den Ort vor.“

Ruth Orzessek-Kruppa, Amtsleiterin des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf, erklärte nach der Entscheidung: „Unter Mitwirkung von zwei Beratern aus der Bürgerschaft wurden die Entwürfe intensiv diskutiert. Die prämierten Arbeiten überzeugen durch eine dem Standort angemessene und qualitätsvolle städtebauliche Ergänzung. Es entsteht ein ausgewogenes Angebot von Wohnungen unterschiedlicher Größe und Marktsegmente. Auf Grundlage dieses Wettbewerbsergebnisses wird im anschließenden Bebauungsplanverfahren die Bürgerschaft erneut beteiligt und das Vorhaben in den politischen Gremien beraten.“

Es sind circa 85 Wohneinheiten geplant, die entsprechend des Handlungskonzeptes Wohnen mit einem Anteil öffentlich geförderter und preisgedämpfter Wohnungen realisiert werden. Außerdem entstehen ein Neubau der katholischen Kindertagesstätte für vier Gruppen sowie ein kleiner Gebetsort mit Einbindung von Teilen der Ausstattung aus der Kirche St. Anna.

Alle Entwürfe werden der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung im Januar/Februar 2018 gezeigt. Über den genaunen Termin und den Ort der Ausstellung wird gesondert informiert.

Ergebnis

1. Preis: Architekturbüro Rosiny/Bergisch Gladbach mit Trint + Kreuder/Köln; Landschaftsarchitekten Calles De Brabant/Pulheim; Wohnen St. Anna GmbH & Co.KG

2. Preis: Konrath und Wennemar Architekten/Düsseldorf; FSWLA Landschaftsarchitektur/Düsseldorf; Rheinwohnungsbau GmbH

3. Preis: Pink Architektur/Düsseldorf; SUD(D)EN Gärten und Landschaften/Krefeld; FEWA Grundstücksgesellschaft GmbH & Co.KG

„Zukunft St. Anna“ – Lageplan/Quelle: Planungsgemeinschaft Rosiny und Trint + Kreuder
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