Seit Anfang des Monats ist Şenol Keser der neue Integrationsbeauftragte der Stadt Dinslaken (Foto: privat)

Dinslaken. Seit Anfang des Monats ist Şenol Keser der neue Integrationsbeauftragte der Stadt Dinslaken. Ebenfalls neu mit dabei ist seine Kollegin Ulrike Wandel für die organisatorische Unterstützung. Şenol Keser ist gebürtiger Ostwestfale-Lipper, 38 Jahre alt und bereits Anfang des Jahres mit seiner Familie ins Ruhrgebiet gezogen.

Keser ist studierter Soziologe und Germanist und kennt sich bestens aus in dem weiten thematischen Feld der Integration. In bundes- und landesweiten Projekten arbeitete er knapp zehn Jahre in einer Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote. Zudem hatte er sechs Jahre lang die Leitung einer Schnittstellenposition an der Universität Bielefeld inne und kennt somit auch die Forschungsseite. Neben seinem Angestelltenverhältnis war er in zahlreichen ehrenamtlichen Projekten tätig und arbeitete freiberuflich als Moderator und Journalist.

„Für mich war es in meiner Arbeit stets wichtig, dass sich Synergien ergeben und die Themen sich gegenseitig ergänzen“, sagt er: „Als neuer Integrationsbeauftragter freut es mich sehr, meine Erfahrungen und mein Know-how in die Dinslakener Integrationsarbeit einzubringen. Am Herzen liegt mir vor allem die teilhabende Perspektive der Integration. Integration kann schnell eine einseitige Sicht suggerieren, also dass sich die Menschen mit Zuwanderungsbiographie, Geflüchtete etc. ‚integrieren‘ sollen. Jedoch muss sich auch die Mehrheitsgesellschaft an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe beteiligen, also daran partizipieren und sich öffnen. Vor allem müssen beidseitige vorhandene Vorurteile abgebaut werden.“

Keser ist sich sicher, dass durch unterschiedlichste Ereignisse und Entwicklungen schnell pauschalisiert wird und kaum die Zeit für eine besonnene Auseinandersetzung genommen wird. Dieses führe leider oft zu Missverständnissen und Problemen.

Was die Arbeit und die Themen in der Stadt betrifft, ist er überzeugt: „In Dinslaken wurde schon einiges geleistet. Die Integrationsarbeit ist aber ein dynamischer Prozess, womit sich auch die Themen und die Schwerpunkte mit der Zeit ändern oder verschieben. Hier müssen wir ansetzen. Die bisherige Arbeit ist stets weiterzuentwickeln und den Gegebenheiten anzupassen.“
Kesers Eindruck nach knapp einem Monat ist jedenfalls: „In Dinslaken gibt es eine Menge spannende Themenfelder und Menschen, auf die ich mich sehr freue!“

Beitrag drucken
Anzeigen