Victoria Wachenfeld (Foto: Künstlerin)

Neuss. Zwanzig Finger zugleich tanzen beim Jungmeisterkonzert im Zeughaus am Freitag, 19. Januar 2018, 20 Uhr, über die Tasten der beiden großen Konzertflügel im Zeughaus Neuss. Im Laufe eines facettenreichen Abends stellen sechs junge Künstlerinnen Meisterwerke der zwei- und vierhändigen Klavierliteratur von Mozart, Rachmaninoff, Liszt, Milhaud, Lutoslawki und Viozzi vor. Seit vielen Jahren verbindet die Zeughauskonzerte Neuss eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, die regelmäßig einige ihrer talentiertesten Schüler und Schülerinnen aus der Klasse von Barbara Szczepanska im Zeughaus präsentiert. Eine der jungen Damen, die aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Begabung schon vor der Hochschulreife ihr Studium beginnen dürfen, ist die Neusserin Victoria Wachenfeld: Sie war zehn Jahre alt, als sie beim „Jüngstmeisterkonzert“ 2016 mitwirkte.

Gemeinsam mit ihrer gleichaltrigen Kommilitonin Kerstin Tang widmet sich Victoria Wachenfeld zu Beginn des Abends einer Rarität von Wolfgang Amadeus Mozart: dem Larghetto und Allegro für zwei Klaviere, die nach dem Tode ihres Schöpfers durch Abbé Maximilian Stadler in eine aufführbare Form gebracht wurden. Die beiden Düsseldorferinnen Yumeka Nakagawa und Lisa Zhu spielen die Barcarolle aus Sergej Rachmaninoffs Sechs Stücken op. 11, und Yumekas ältere Schwester Yuna Nakagawa stürzt sich mit der jungen Chinesin Vanessa Tao Huang in die Reminiscences de Don Juan, die in keinem Takt ihren Komponisten Franz Liszt verleugnen können.

Nach der Pause folgt – wieder mit dem Doppel Yumeka und Lisa – der temperamentvolle Scaramouche von Darius Milhaud. Anschließend präsentieren sich Kerstin Tang (mit Franz Schuberts Impromptu Es-dur op. 90 Nr. 2) und Victoria Wachenfeld (mit Liszts Liebestraum) zunächst solistisch, bevor sie das Tempo di Samba des Italieners Giulio Viozzi (19121984) zünden. Auf wirkungsvolle Weise leiten sie zum Finale über, für das Yuna Nakagawa und Vanessa Tao Huang Witold Lutoslawkis Variationen über ein Thema von Paganini aus dem Jahre 1941 ausgewählt haben – ein konzentriertes Feuerwerk am Rande einer Moderne, die längst klassisch geworden ist. Die Einführung um 19.15 Uhr erfolgt durch Matthias Corvin.

Einzelkarten können an den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Karten-Hotline unter 02131-5269 9999 oder über das Internet unter www.zeughauskonzerte.de bestellt werden (zuzüglich Servicekosten).

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