Weihbischof Rolf Lohmann entzündete an dem Friedenslicht einen Docht, mit dem er die Kerzen einiger Kinder entzündete (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Xanten/Kreis Wesel/Kreis Kleve. In vielen Kirchen und Häusern am Niederrhein wird sie in diesen Tagen leuchten: Eine Kerze, entzündet am Friedenslicht aus Bethlehem. Entzündet im Geburtsort von Jesus, ist die Flamme über viele Stationen weitergegeben worden und schließlich über Münster nach Xanten gelangt.

Zur Aussendungsfeier am 19. Dezember waren insbesondere Pfadfinder aus den Kreisen Kleve und Wesel in den Xantener St.-Viktor-Dom gekommen. Viele hatten eigene Kerzen oder Laternen mitgebracht, für alle anderen standen Kerzen gegen eine freiwillige Spende im Dom bereit. Dort war schon eine halbe Stunde vor Beginn der Feier kein Sitzplatz mehr zu finden, selbst auf dem Boden vor dem Altar saßen die jungen Teilnehmer dicht an dicht gedrängt. Beste Voraussetzungen für die „effata“-Band aus Münster, die Lieder für die Feier einzuüben.

Erstmals begrüßten die Pfadfinder Weihbischof Rolf Lohmann zu der Aussendung. Er freute sich über die vielen Teilnehmer und betonte, dass das kleine Licht ein starkes Zeichen sei. Er rief die Jugendlichen auf, selbst zu Lichtträgern zu werden und so den Frieden und die Wärme in die Welt zu tragen. Martin Deckers von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wies auf das Friedensmensch-Logo auf den Kerzen hin, die im Dom verteilt wurden. „Wenn Ihr Euch auf den Weg macht“, wandte er sich an die Pfadfinder, „dann seid auch Ihr Friedensmenschen. Jesus hat gesagt ,Ich bin das Licht der Welt‘, dieses Licht wollen wir weitertragen.“ Entzündet an einer Kerze, wurde die Flamme schließlich von Kerze zu Kerze weitergegeben und so in dem Gotteshaus verteilt. Die Pfadfinder nahmen es mit in ihre Heimatpfarreien. An manchen Orten gehen die Pfadfinder von Haus zu Haus, teils kann die Flamme in den Kirchen abgeholt werden. Zudem wird das Licht in viele Seniorenheime und erstmals auch in die Justizvollzugsanstalt nach Geldern-Pont gebracht.

Organisiert hatte die Aussendungsfeier die eigens zu diesem Anlass gegründete Arbeitsgemeinschaft (AG) „Friedenslicht am Niederrhein“. Mitglieder der DPSG, aus den Bezirken Niederrhein Nord und Süd, der PSG Xanten und Mitarbeiter des Regionalbüros West sorgten dafür, dass alles reibungslos ablief und das Licht sicher an alle Teilnehmer verteilt werden konnte.

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