(v.l.n.r.) Notar Dr. Christian Lettmann, Bürgermeister Christoph Landscheidt, Kämmerer Martin Notthoff und Justiziar der RAG MI Christian Werner unterzeichnen mit dem städtebaulichen Vertrag einen wichtigen Meilenstein für den Wandel des alten Zechengeländes und die kommende Landesgartenschau 2020 (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Fördertürme und zukünftiges Laga-Gelände ebenfalls an Stadt übergeben

In Kamp-Lintfort kann die RAG Montan Immobilien mit der Aufbereitung und Erschließung des Stadtquartiers „Friedrich Heinrich“ beginnen. Bürgermeister Christoph Landscheidt und Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, unterzeichneten am Montag, 11. Dezember, den städtebaulichen Vertrag Bergwerk West. „Mit diesem Vertrag schaffen wir dank der guten Zusammenarbeit zwischen Kommune und Eigentümer eine weitere Grundlage für den erfolgreichen Strukturwandel“, unterstrich Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien. „Wir sind überzeugt vom Erfolg der Landesgartenschau sowie vom Stadtquartier „Friedrich Heinrich“ und wollen dazu beitragen, für die Menschen in Kamp-Lintfort ein neues Lebensumfeld zu schaffen.“

Auf der Fläche des alten Bergwerkgeländes wird, im Rahmen der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort, ein rund 170.000 Quadratmeter großer Park entstehen, der nach der Großveranstaltung öffentlich zugänglich sein wird. Zusätzlich wird ein Wohngebiet mit einer Fläche von 142.000 Quadratmeter und genügend Platz für mehrere 100 Wohnungen in grüner Innenstadtlage auf dem Gelände gebaut. Das gemeinsame Ziel von Stadt und RAG Montan Immobilien ist es, das ehemalige Zechengelände einschließlich des ehemaligen Mitarbeiterparkplatzes in das Stadtgefüge zu integrieren und ein attraktives und nachhaltiges Stadtquartier mit Wohnen, Gewerbe, öffentlichen und kulturellen Einrichtungen sowie Grünflächen entstehen zu lassen. „Hier entsteht mitten in unserer Stadt durch die Landesgartenschau und in der Zeit danach ein attraktiver neuer Lebensmittelpunkt“, freut sich Bürgermeister Christoph Landscheidt. „Von diesem neuen Park- und Wohnstandort profitiert Kamp-Lintfort noch die nächsten Jahrzehnte.“ Alle planungsrechtlichen Schritte und Maßnahmen für die Durchführung der Landesgartenschau 2020 sowie zur Umsetzung der langfristigen Entwicklung des Zechengeländes sollen mit Hilfe von Zuschüssen aus der Städtebauförderung sowie zur Sicherstellung der Erschließung umgesetzt werden.

Unterzeichnet wurde zudem der Kaufvertrag über das unter Denkmalschutz stehende Fördergerüst Schacht 2 und den Beton-Förderturm Schacht 1, für dessen Erhalt sich zwei Drittel der Kamp-Lintforter ausgesprochen hatten. Dieser wird in den nächsten Jahren saniert und zur Landesgartenschau als besonderes Highlight mit einer Aussichtsplattform in rund 70 m Höhe für Besucher in Betrieb genommen. Ebenfalls besiegelt wurde die Übertragung von rund 167.500 Quadratmeter Fläche des ehemaligen Bergwerksgeländes an die Stadt Kamp-Lintfort, die für die Durchführung der Landesgartenschau 2020 benötigt wird.

Aktuell werden auf der Fläche des ehemaligen Bergwerks West noch die letzten Anlagen abgebrochen und das Grundstück saniert. Im Rahmen der Sanierung werden auch erste Vorarbeiten für die Landesgartenschau gemacht. So wird das Gelände entsprechend der Gartenschauplanung modelliert, bevor die eigentlichen Gartenschauarbeiten Ende 2018 beginnen.

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