Organisatoren und Akteure des Tags der offenen Tür im Plasmaspendezentrum Krefeld (von links): Hubert Franzaring, Geschäftsführer Octapharma Plasma, Gisela Klaer, Bürgermeisterin der Stadt Krefeld, Irina Rohleder, Leiterin Plasmaspendezentrum Krefeld, Dr. Ewa Heesen, leitende Zentrumsärztin, und Lutz Kurnoth, Verein dsai – Patientenorganisation für angeborene Immundefekte (Foto: Kaspar Müller-Bringmann)

Krefeld. „Ich schaue jetzt mit anderen Augen auf das Thema Plasmaspende“, gestand Gisela Klaer, Bürgermeisterin der Stadt Krefeld, beim Tag der offenen Tür im Plasmaspendezentrum Krefeld. Über 150 kamen zum Spendezentrum. Viele davon waren neue Interessenten. Das Team zieht eine positive Bilanz. Beim Tag der offenen Tür wurde das 15-jährige Bestehen des Spendezentrums gefeiert. Besucher konnten sich über das Zentrum und Plasmaspende im Allgemeinen informieren.

Die Information ging unter die Haut: Als Lutz Kurnoth vom Verein dsai – Patientenorganisation für angeborene Immundefekte davon berichtete, wie wichtig Medikamente aus Blutplasma für Betroffene sind, wurde es mucksmäuschenstill im Raum. Auch Gisela Klaer war beeindruckt: „Ich werde mich für das Thema einsetzen und dafür werben“, betonte sie.

Ergebnis des Tages: Viele Interessierte vereinbarten Folgetermine, um sich für die Spende zu qualifizieren. Das Plasmaspendezentrum Krefeld betreut rund 1.500 Spender, ist aber stets offen für weitere Spendewillige.

InfoKlick: www.plasmaspende-krefeld.de

 

Bei der Plasmaspende wird nur der flüssige Teil des Blutes entnommen. Die restlichen Blutbestandteile werden dem Spender direkt wieder zugeführt. Die gelblich klare Flüssigkeit bildet die Grundlage für viele lebenswichtige Arzneimittel. Dazu gehören Medikamente zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen, geschwächter Immunabwehr oder schweren Verletzungen und Schockzuständen. Da Blutplasma nicht synthetisch hergestellt werden kann, sind Plasmaspenden für viele Patienten überlebenswichtig. Wie bei Blutspenden gibt es auch bei der Plasmaversorgung Engpässe.

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