Die Gäste aus Fernost informierten sich über die Betreuungsmöglichkeiten von Menschen mit Hilfebedarfen in Deutschland (Foto: privat)

Mülheim. Auf ihrer Reise nach Deutschland machte eine japanische Delegation auch in Mülheim Halt im Fliednerdorf.

Eine japanische Delegation besuchte auf ihrer Reise nach Deutschland das Fliednerdorf. Ziel war es, sich einen Überblick über gelungene Betreuungs- und Hilfskonzepte in Deutschland zu verschaffen. Neben dem Dorf wurden auch das Friedensdorf oder ein Waldorf-Kindergarten besucht. Reiseleiter ist der 1999 aus Deutschland ausgewanderte Orthopädische Schuhmacher Lutz Behle.

Die Teilnehmer sind in ihrer Heimat in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig. Eine Architektin interessierte sich für bauliche Lösungen und Ideen, um in Einrichtungen Begegnungsmöglichkeiten zu kreieren. Im Fliednerdorf beeindruckte sie das Zusammenspiel aus eigenen Zimmern und Gemeinschaftsräumlichkeiten. „Die Wohngruppen sind so konzipiert, dass sich Bewohner schnell immer begegnen können“, berichtete Theresia Magnus aus dem Begleitenden Dienst im Dorf. Für Kinderarzt Ryu Matsuda stand die medizinische Versorgung im Mittelpunkt. Er lernte das deutsche Gesetz zur freien Arztwahl kennen, welches auch in Einrichtungen für Menschen mit einem Hilfebedarf gilt.

Neben den Besuchen in Einrichtungen gab es für die japanischen Gäste viel deutsche Kultur. Von Düsseldorf aus besuchten sie Schlösser, Weihnachtsmärkte und Kulturstätten in der Region.

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