Die Organisatoren und Sponsoren der Lesetour zum Welt-Aidstag waren bei der Lesung von Matthias Gerschwitz in der Gesamtschule Kaiserplatz mit dabei: (von links) Lisa von Bihl von der Aids-Hilfe Krefeld, Kristine Günther von der Mediothek Krefeld, Peter Ditz und Anja Wiese von der Aids-Hilfe, Gesamtschulleiterin Kathrin Rengers, Autor Matthias Gerschwitz, Schirmherr der Lesetour Oberbürgermeister Frank Meyer, Philipp Einfalt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und Harald Schulze von der Sparkasse Krefeld (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)

Krefeld. Bereits zum fünften Mal hat die Aids-Hilfe Krefeld in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum Welt-Aids-Tag den Autor Matthias Gerschwitz zu einer Lesungstour durch Krefelder Schulen eingeladen. Gerschwitz ist selbst seit 1992 HIV-infiziert. Er liest er aus seinem Buch „Endlich mal was Positives“ und gibt Schülern ab der 8. Klasse Einblicke in das Leben eines HIV-Positiven. In dem Buch, das 2010 mit dem Annemarie-Madison-Preis ausgezeichnet wurde, beschreibt er, wie er mit der Diagnose lebt und im Alltag umgeht. In diesem Jahr fanden die Lesungen in vier Schulen, darunter auch eine Förderschule, sowie erstmalig in der Mediothek Krefeld statt. Schirmherr ist Oberbürgermeister Frank Meyer. Finanzielle Unterstützung hat das Projekt durch die SWK und die Sparkasse Krefeld erfahren.

„Mit unseren Lesetouren haben wir in den vergangenen Jahren bereits rund 1600 Schüler erreicht“, berichtet Anja Wiese von der Aids-Hilfe Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer begleitet das Projekt seit Beginn an, schon zu der Zeit, als er noch die Funktion des Bürgermeisters innehatte. „Es ist wichtig, das immer noch mit Tabus behaftete Thema ‚Aids‘ in den Schulen anzusprechen. Vor allem ist es eine Frage der inneren Haltung“, sagte Meyer, „Wie gehen wir mit Menschen um, die erkrankt und damit in einer Minderheit sind? Und wie gehen wir in unserer Gesellschaft mit Eigenverantwortung auch im Bereich Sexualität um?“ Gerschwitz sei authentisch und glaubwürdig und könne mit dieser Mischung die Schüler gut erreichen.

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