Auf dem Friedhof Lohmannsheide ist nun die Bestattung von Mensch und Tier möglich. Das entsprechende Gräberfeld ist bereits angelegt (Foto mit Tim Ketelaers von heicer)

Moers. Die Bäume haben die Zeichen der Zeit längst erkannt. Durch die kühlen Temperaturen werfen sie ihre Blätterpracht nun in Massen ab. Auch auf den zehn Moerser Friedhöfen purzelt das Laub jetzt in großen Mengen und hält das 19-köpfige Team von Friedhofsmeister Tim Ketelaers in Atem. „Bis zum Totensonntag am 26. November wollen wir weitestgehend alles wieder im Griff haben“, rechnet Ketelaers nach aktueller Wetterlage damit, dass die zahlreichen Bäume weitestgehend laubfrei sind, wenn dann wieder hunderte Katholiken und Protestanten auf die Friedhöfe strömen, um ihrer verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Dabei werden sie auch auf ein neues Grabfeld stoßen. „Denn auf dem Friedhof Lohmannsheide ist jetzt die durch viele Bürger gewünschte gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier möglich.“ Mit dem Angebot einer Mensch- und Tierbestattung hat ENNI den nächsten Baustein eines Konzeptes umgesetzt, mit dem das Unternehmen die Friedhöfe in den kommenden Jahren sukzessive sanieren und Angebote für Bürger ausbauen will. Auf dem Friedhof Lohmannsheide ist das neue Gräberfeld durch Bäume und Sträucher von der übrigen Friedhofsfläche abgegrenzt. Hier gibt es Platz für bis zu 120 Urnengräber. Dabei gelten einige besondere Vorschriften. So darf die Asche eines verstorbenen Tieres einem menschlichen Leichnam lediglich als Grabbeigabe beigelegt werden. Dies kostet 173 Euro. Die Gebühren für die 25-jährige Grabnutzung betragen wie beim klassischen Urnengrab 1320 Euro.

Insgesamt bearbeiten die Friedhofs-Mitarbeiter in diesen Tagen rund 52 Hektar Friedhofsfläche, um für ein sauberes Erscheinungsbild zu sorgen. Und das ist eine Herausforderung. „Am Totensonntag soll alles besonders gepflegt aussehen und winterlich bepflanzt sein.“ Auch viele Angehörige sind deswegen derzeit auf den Friedhöfen am Werk und machen Gräber winterfest. Das merkt Ketelaers an den gut 500 über die Anlagen verteilten Kompost- und Restabfallbehältern, die derzeit abends prall gefüllt sind. Der Friedhofsmeister bittet die Besucher dabei, den anfallenden Abfall sorgfältig zu trennen. „Wenn im Kompost zu viel Müll steckt, müssen wir ihn als Restabfall entsorgen. Das ist teuer und erhöht die Friedhofsgebühren.“

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