(Foto: AWO)

Duisburg. Die IG Metall demonstrierte am Donnerstag in Andernach. Die Gewerkschaft protestierte gegen die Pläne zur Fusion zwischen dem indischen Konkurrenten Tata-Steel und ThyssenKrupp Steel. Die 1.500 Demonstranten aus Duisburg versorgte die Serva GmbH mit Lunchpaketen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO-Tochtergesellschaft bedeutete der Großauftrag eine Extraschicht. Pünktlich um 5 Uhr mussten die Brote am Tor 1 des ThyssenKrupp Werk in Bruckhausen sein. Dort warteten die Busse mit Fahrziel Andernach.

Nicht nur mit Stullen, sondern auch mit dem Herzen sind die AWO-Mitarbeiter dabei. Denn die Sorge um die Arbeitsplätze macht alle Duisburger betroffen: „Wir wünschen den IG-Metallern viel Erfolg bei ihrem Protest!“

Serva-Prokurist Stefan Schlegel war persönlich bei der Übergabe am frühen Morgen dabei. „Auch für uns sind 1500 Lunchpakete schon eine echte Hausnummer. Zum Glück sind wir ein eingespieltes Team und haben Erfahrung damit, einen solchen Auftrag abzuwickeln“, sagte Stefan Schlegel. 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schmierten insgesamt 3.000 Sandwiches (Pute oder Käse), packten in die Pakete jeweils ein gekochtes Ei sowie ein Stück Obst (Apfel oder Mandarine). Die Leitung des Projektes hatte Daniel Schraven, Leiter der Serva-Produktionsküche in Duissern.

Erst am Montag hatte die IG Metall die Marschverpflegung für ihre Mitglieder bei der Serva bestellt. „Ja, das ist kurzfristig. Aber wir bekommen so was schon gut hin“, sagte Stefan Schlegel. Die Köche in der Küche im AWOcura-Seniorenzentrum Ernst Ermert sind große Mengen gewohnt. Täglich bereiten sie frisch und lecker die Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner in den fünf AWOcura-Seniorenzentren zu.

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