Stehen vor der neuen Küchenerweiterung im Kinder- und Jugendhospiz, die mit der Spende von 3330 Euro gekauft werden konnte (v.l.): Karien Krupp von der Schaffrath Stiftung, Diane Kamps, Vorsitzende und Oberin der DRK-Schwesternschaft sowie Nancy Gasper, Leiterin des stups-Kinderzentrums (Foto: Silvana Brangenberg, Schaffrath Stiftung)

Krefeld. Das stups-Kinderzentrum der DRK-Schwesternschaft hat jetzt seinen fünfen Geburtstag gefeiert. Viel ist seit der Eröffnung Ende 2012 passiert. Die Nachfragen für die verschiedenen Arbeitsfelder sind immens, berichtet stups-Leiterin Nancy Gasper. Gleiches gilt für den ambulanten Kinderkrankenpflegedienst und die sozialmedizinische Nachsorge. 150 bis 180 Familien nutzen dort das Angebot über das Jahr verteilt. Die Wartelisten für die integrative Kindertagesstätte sowie das Kinder- und Jugendhospiz sind ebenfalls lang.

Ein Grund mehr, immer wieder in das Haus an der Jakob-Lintzen-Straße 8 in Königshof zu investieren, um der steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen. Weil es für viele der Angebote unkonventionelle und flexible Lösungen geben muss und diese nicht refinanzierbar sind, ist das stups-Kinderzentrum mit den derzeitigen Angeboten jährlich auf Spenden in einer Höhe von rund einer halben Million Euro angewiesen. Sei es für Ausflüge, den Snoozel-Raum, nicht refinanzierbare Beratungsangebote, Begleitungen, Personal oder für Spielgeräte sowie für Möbel im Innen- und Außenbereich der Einrichtung.

So benötigten die Mitarbeiterinnen im Kinder- und Jugendhospiz zum Beispiel dringend mehr Stauraum für Handtücher, Lätzchen und Nahrung. „Jeden Morgen werden zwölf Kinder mit den unterschiedlichsten Behinderungen gleichzeitig wach, die alle Hunger haben. Da ist die Küche und der Aufenthaltsraum unser Lebensmittelpunkt“, erzählt Nancy Gasper. Gekochter Brei, Infusionen, Sonden-Nahrung, Bananen, Fruchtzwerge, Lätzchen, Handtücher und anderes müssen täglich bevorratet werden. „Bei uns gibt es keinen Klinik-Rhythmus. Unser Ziel ist es immer, die Wünsche der Kindern zu erfüllen und ihnen schöne Momente zu bescheren, auch wenn das mit mehr Aufwand verbunden ist“, betont Diane Kamps, Vorsitzende und Oberin der DRK-Schwesternschaft.

Deshalb musste ein Regal, ein Kühlschrank sowie eine Mikrowelle her, um gerade morgens allen Kindern gerecht zu werden. „Darum freuen wir uns sehr, dass die Schaffrath Stiftung uns mit einer Spende von 3330 Euro unterstützt hat und wir die benötigen Ergänzungen für die vorhandene Küche kaufen konnten“, sagt Nancy Gasper. Für Stiftungsgründerin Renate Schaffrath war es selbstverständlich, dem stups-Kinderzentrum erneut zu helfen: „Hier wird Großartiges für die Kinder, aber auch für deren Eltern geleistet. Das hat Vorzeigecharakter. Und wenn wir mit unserer Spende dazu beitragen können, die Arbeit in der Einrichtung zu erleichtern, kommt das auch wieder den Kindern zugute.“

Es werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht

Im stups-Kinderzentrum gibt es ein ambulantes und stationäres Kinder- und Jugendhospiz für schwerkranke und behinderte Kinder, eine inklusive Großtagespflege, eine inklusive Kindertagesstätte, die sozialmedizinische Nachsorge und einen ambulanten Kinderkrankenpflegedienst. Einzigartig an stups ist, dass es Hilfe für alle denkbaren Probleme sieben Tage die Woche rund um die Uhr gibt, auch dann, wenn die Krankenkasse nicht bezahlt. Der Bereich des Kinder- und Jugendhospizes bietet insgesamt zwölf Plätze für die Hospiz- und Kurzzeitpflege Schwerkranker sowie Behinderter und deren Familien. 47 ausgebildete Ehrenamtler unterstützen die Arbeit des stups-Kinderzentrums. Weitere werden gesucht.

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