IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (r.) übergibt gemeinsam mit der Willkommenslotsin Silke Fuchs die Urkunde an Gregor Ilbertz, Geschäftsführer der IVT Veranstaltungstechnik (Foto: IHK)

Krefeld. „Ich halte es für meine gesellschaftliche Pflicht, etwas zu tun“, sagt Gregor Ilbertz. Der Geschäftsführer der IVT Veranstaltungstechnik hat inzwischen sechs jungen Flüchtlingen ein Praktikum in seinem Betrieb ermöglicht. Für sein Engagement zur Integration geflüchteter Menschen hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein dem Krefelder Unternehmen jetzt eine Urkunde überreicht.

„Mit dieser Urkunde möchten wir Ihnen Danke sagen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz bei der Übergabe. Insgesamt hat die IHK rund 150 Unternehmen im Kammerbezirk auf diese Weise für ihr Engagement ausgezeichnet. „Die Bereitschaft der Unternehmen, diesen Menschen zu helfen, ist nach wie vor da – darüber freuen wir uns sehr“, sagt Steinmetz. Das sei natürlich in erster Linie ein wichtiger sozialer und gesellschaftlicher Aspekt bei der Integration. „Aber in Zeiten von Fachkräftemangel erkennen auch immer mehr Personalverantwortliche das große Potenzial dieser Menschen.“

Zur Unterstützung der Unternehmen hat die IHK im vergangenen Jahr zwei Mitarbeiter eingestellt, die als „Willkommenslotsen“ Unternehmen und Flüchtlinge zusammenbringen. „Das kann in Form eines Praktikums, einer Einstiegsqualifizierung oder einer Ausbildung sein“, sagt die IHK-Fachberaterin Silke Fuchs. Zu einem Ausbildungsverhältnis ist es bei Gregor Ilbertz zwar noch nicht gekommen. „Insbesondere ein Praktikant war dabei, den ich sofort genommen hätte – aber er hat sich leider für ein Studium entschieden.“ Aber die Bereitschaft seines Teams sei da. „Der Nächste bekommt auf jeden Fall eine Chance.“

Die IHK-Fachberaterin und Willkommenslotsin Silke Fuchs ist unter Tel. 02151 635-364 zu erreichen. Das Projekt „Willkommenslotsen“ wird im Rahmen des Programms „Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Fachkräftesicherung“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Projekt „Starthelfende Ausbildungsmanagement Migration und Flüchtlinge“ wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW und den Europäischen Sozialfonds.

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