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Duisburg. Der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ hat unter dem Motto: „Den Tagen mehr Leben geben“ einen Wegweiser entwickelt, der sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen darüber informiert, welche hospizlichen und palliativen Hilfen, Beratungs- und Versorgungsangebote es in Duisburg gibt.

„Der Wegweiser führt unterschiedliche Angebote, Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit auf, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Es werden alle in Duisburg vorhandenen Dienste und Einrichtungen erwähnt, die zur ambulanten und stationären Versorgung sterbenskranker Menschen beitragen. Das reicht von den ambulanten Hospizdiensten über die pflegerische und ärztliche Palliativversorgung zu Hause bis zum stationären Hospiz. Zudem verzeichnet die Broschüre die verschiedenen Beratungsangebote, auf die die Bürger zurückgreifen können, und beschreibt auch noch mal den Palliativausweis. Drei Fallbeispiele verdeutlichen, wie Lebensqualität bis zum Tod sichergestellt und ein würdevolles, selbstbestimmtes Sterben, weitgehend frei von belastenden Symptomen, ermöglicht werden kann“, so der Gesundheitsdezernent Dr. Ralf Krumpholz.

Der Wegweiser wird in kommunalen Dienststellen, in den Krankenhäusern, in vielen Pflegeheimen, in Apotheken und Arztpraxen ausgelegt. Seine Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Duisburg wird vorbereitet.

Des Weiteren werden die Hospiz-und Palliativdienste durch verschiedene Aktivitäten und Informationsveranstaltungen den Wegweiser verteilen. In den Seniorenheimen der AWOcura und der Evangelischen Altenhilfe Duisburg, im multikulturellen DRK-Seniorenzentrum „Haus am Sandberg“ und in den SANA-Seniorenheimen werden Infostände errichtet.

So beteiligen sich die Duisburger Akteure an den ersten landesweiten Hospiz- und Palliativtagen, die vom 13. bis 15. Oktober 2017 in ganz NRW stattfinden. Die Duisburger Aktionstage stehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link.

Eine Liste der verschiedenen Veranstaltungen in Duisburg liegt bei und kann auch auf der Internetseite von ALPHA NRW, www.alpha-nrw.de, eingesehen werden.

Am 3. Juli 2013 hatte die Stadt Duisburg die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland unterzeichnet und sich dadurch verpflichtet, die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Stadt weiter zu verbessern. „Der Tod ist elementarer Bestandteil des menschlichen Lebens. Dennoch setzen wir uns nicht gerne mit Themen rund um dieses unausweichliche Ereignis auseinander und beschäftigen uns lieber damit, unser Leben zu steuern und in unserem Sinne zu gestalten. Seit einigen Jahren wird dieses Tabu jedoch immer mehr aufgebrochen. Dazu tragen auch die verschiedenen Hospiz- und Palliativdienste, die in unserer Stadt in den vergangenen Jahren entstanden sind, bei. Sie geben unseren Bürgerinnen und Bürgern in der schwersten und schmerzhaftesten Zeit ihres Lebens die Möglichkeit, auch außerhalb der Familie auf Hilfe hoffen zu können und sind deshalb wichtige Säulen einer guten Versorgung sterbenskranker Menschen, die ihre letzte Lebensphase würdevoll beenden und einen Abschied ohne Schmerz erleben wollen“, ergänzt Dr. Ralf Krumpholz.

Aus diesem Gedanken heraus ist vor mehr als zwei Jahren eine Gruppe von Verantwortlichen aus den Duisburger Hospiz- und Palliativdiensten entstanden, die erfolgreich zusammenarbeitet.  Neben Veranstaltungen, mit denen auf das Thema „Tod und Sterben“ sowie auf Hilfsangebote für die letzte Lebensphase hingewiesen wurde, hat der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ in Duisburg – wie sich die Gruppe nennt –  bereits 2015 den Duisburger Palliativausweis eingeführt. Er dient im Notfall dazu kurz und knapp Auskunft darüber zu geben, ob sein Inhaber weiter medizinisch versorgt werden möchte oder eine Krankenhauseinweisung erfolgen oder unterlassen werden soll.

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