Polit-Talk mit SPD-Bundestagskandidatin Elke Buttkereit (l.) (Foto: privat)

Moers. Es sollte keine reine Podiumsdiskussion werden: Dafür hatte sich die SPD-Bundestagskandidatin Elke Buttkereit etwas Besonderes überlegt und am Mittwochabend erstmals zu „Elke am Abend“ in die Moerser Kultkneipe „Die Röhre“ eingeladen. Wie der Titel schon erahnen lässt, sollte es persönlich sein.

Die Bundestagskandidatin wollte jedoch nicht nur von sich und ihren Themen sprechen, sondern mit Menschen verschiedener Branchen ins Gespräch kommen. Dafür hatte sie sich drei Talkgäste eingeladen. Claudius Albustin von der Kulturoffensive Moers, Birgit Kessler, Leiterin der ambulanten Kinder-, Kranken- und Altenpflege und Frank Liebert vom Jugendsozialzentrum SCI:moers nahmen zu Beginn des Abends auf den Barhockern Platz. In lockerer Atmosphäre sprach Buttkereit über aktuelle und gesellschaftliche Themen. Dabei ging es unter anderem um das Zusammenspiel von Kultur und Politik und speziell über die aktuelle Situation der jungen Kulturszene in Moers. Die Auswirkungen der Pflegereform auf das ambulante Pflegewesen und die Betreuung durch Angehörige. Ebenso wurde sich aber auch über die Integration von Menschen mit Behinderung in den regulären Arbeitsmarkt unterhalten.

Die Themen des Abends waren also bunt gemischt. Mit ihrem Publikum kam Buttkereit danach noch ins Gespräch. Fragen zur Leiharbeit, dem Mindestlohn oder ihren generellen politischen Standpunkten wurden auf Karten geschrieben oder direkt gestellt, die die Kandidatin dann beantwortete. Ein oft gefragtes Thema war die Pflege und dem Verlangen einer Aufwertung des Berufes. Buttkereit stellte deutlich klar, dass sie sich für die bessere Aufstellung des Pflegeberufes einsetzen möchte. Untermalt wurde der Abend mit moderner Musik der jungen Sängerin Hannah Stienen. Die Premiere des ersten Talkabends war gelungen, die Röhre war sehr gut besucht.

Die gewonnen Eindrücke und Anregungen ihrer drei Talkgäste sowie die des Publikums will Elke Buttkereit in ihrem Koffer für Berlin mitnehmen und sie versprach: „Wenn ich in Berlin bin, wird es solche Abende weiterhin geben, an denen ich von dem politischen Geschehen aus Berlin berichte, aber auch mit Gästen aus dem Wahlkreis plaudern werde. Eine reine Podiumsdiskussion, bei der ich nur rede, soll es sicher nicht sein.“

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