Thomas Wolters kandiert für die FDP als Oberbürgermeister (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)

Duisburg. Oberbürgermeisterkandidat Thomas Wolters äußert sich zu den jetzt von der Stadtverwaltung verkündeten Tempolimits auf allen Straßen, die zum Ruhrorter Kreisverkehr führen: „Ich kann das nicht nachvollziehen, auf diesen Straßen ist in fast allen Richtungen sowieso oft nur Schleichverkehr möglich. Für mich hat die Verwaltung hier nur eine neue künstliche Gefahrenzone eingerichtet, um das Aufstellen eines Blitzerwagens zu rechtfertigen.“

Der tragische tödliche Verkehrsunfall, der sich im März innerhalb des Kreisverkehrs ereignete, hatte mit zu hoher Geschwindigkeit offenbar nichts zu tun. Laut Zeitungsberichten übersah die Fahrerin eines Behinderten-Transportbusses einen Radfahrer, weil sie einen im Kreisverkehr stehenden LKW rechts überholen wollte. Wolters: „Offenbar gab es zu dieser Zeit sogar Stillstand im Kreis und auf den umliegenden Straßen des Kreisverkehrs, denn sonst hätte der LKW nicht im Kreisel gestanden und die Busfahrerin hätte keinen Grund gehabt, diesen rechts überholen zu wollen.“

Thomas Wolters, der in einem seiner 50 Oberbürgermeisterwahl-Programmpunkten ankündigt, die städtischen Geschwindigkeitsmesswagen reduzieren oder am liebsten ganz abschaffen zu wollen und die Verkehrsüberwachung wieder der Polizei zu überlassen, erklärt seine Position so: „Meiner Meinung nach dienen die Blitzerwagen in den allermeisten Fällen nicht der Verkehrserziehung sondern nur dem Füllen der Stadtkasse, denn die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dürfen Autofahrer weder anhalten, noch aufklären, belehren oder ermahnen. Das darf nur die Polizei. Aber nur so macht Verkehrserziehung Sinn und warum sollten wir die Polizei denn hier aus ihrer Pflicht entlassen? Ein später von der Stadt zugeschickter kommentarloser Zahlschein hilft wohl kaum, ein besseres Verkehrsverhalten und Einsicht zu erzeugen.“

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