Daniel Schranz (l.) (Foto: Kurt Michelis) und Sören Link (Foto: Uwe Koeppen)

Oberhausen/Duisburg. Mit Bestürzung hat Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz auf den schrecklichen Terroranschlag am Donnerstag in Barcelona reagiert. „Das unendliche Leid unzähliger Menschen in den schrecklichen Minuten des Anschlags und seine Folgen haben mich sehr betroffen gemacht. Heute haben mich die Nachrichten über die Oberhausener Jugendlichen erschüttert, die bei diesem Anschlag verletzt wurden. Meine Gedanken sind bei ihnen und ihren Familien. Den verletzten Mädchen wünsche ich die schnellstmögliche Genesung und ihnen und ihren Familien viel Kraft, um gemeinsam das schreckliche Erlebte verarbeiten zu können. Ebenfalls denke ich an alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Oberhausener Feriengruppe, denen ich eine schnelle und sichere Heimreise wünsche.“

Die Stadtverwaltung steht im Kontakt mit den zuständigen Bundes- und Landesbehörden und insbesondere mit der Evangelischen Kirchengemeinde Königshardt-Schmachtendorf. Oberbürgermeister Daniel Schranz hat der Kirchengemeinde seine Anteilnahme sowie die der ganzen Stadt ausgesprochen und jede Hilfe angeboten. „Wichtig ist, dass wir als Oberhausener Stadtgesellschaft zusammen stehen. Wir denken an unsere verletzten Jugendlichen und verurteilen den menschenverachtenden Terrorismus, dessen Opfer sie geworden sind. Und gleichzeitig dürfen wir den religiösen Fanatikern nicht den Gefallen tun, unser Leben in einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft in Frage zu stellen“, so Daniel Schranz.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Spanien hat das Ministerium des Innern die Kommunen aufgefordert, mögliche Sicherungsmaßnahmen an besonders frequentierten Orten zu erörtern. Daher werden die für die anstehenden Veranstaltungen geplanten Sicherheitsmaßnahmen in der Duisburger Innenstadt vorgezogen. Noch gestern Abend wurden im Bereich der Fußgängerzone in der Innenstadt durch die Mitarbeiter der freiwilligen und Berufsfeuerwehr mobile und verschränkte Sperren analog zu den bisherigen Innenstadtveranstaltungen aufgebaut. Die Stadt bitte um Verständnis für diese Maßnahme.

Für Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link steht das Thema Sicherheit an oberster Stelle: „Die Nachrichten aus Barcelona haben mich zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der Todesopfer, den Verletzten und ihren Angehörigen. Wir dürfen und werden nicht zulassen, dass es Terroristen gelingt, in Europa Hass und Zwietracht zu säen oder gar unsere gemeinsamen Grundwerte zu zerstören. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir zusammenstehen. Dazu gehört auch, dass wir gemeinsam dafür Sorge tragen, Veranstaltungen in unserer Stadt so gut wie möglich zu sichern.“

Unter der Federführung von Sicherheitsdezernentin Dr. Daniela Lesmeister setzt sich seit dem vergangenen Jahr ein Team von Fachleuten verschiedener Bereiche der Stadtverwaltung mit dem Thema auseinander. Im Zusammenspiel mit der Polizei und den Veranstaltern wurden entsprechende Sicherungskonzepte entwickelt und umgesetzt, so beispielsweise auch für das Ruhrorter Hafenfest.

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