Volker Mosblech MdB, Kerstin Radomski MdB und Bundesminister Alexander Dobrindt MdB auf der A40-Rheinbrücke (Foto: privat)

Duisburg/Krefeld/Niederrhein/Rhein-Ruhr. Die Duisburger FDP fordert Oberbürgermeister Sören Link auf, unverzüglich einen „Aktionskreis Rheinbrücken“ einzuberufen. Neben dem regulären Planungsgeschehen sollten Straßenbauer, Brückenbauer, Vertreter der für Notbrückenbau erforderlichen Zulieferbetriebe, erfahrene Fachleute aus dem In- und Ausland sowie verantwortungsbereite Vertreter der örtlichen Wirtschaft nebst ihrer Körperschaften in das Rathaus eingeladen werden, um Möglichkeiten für den kurzfristigen Bau zusätzlicher Entlastungsquerungen über den Rhein zu erarbeiten.

Der Kreisvorstand der Freien Demokraten mahnt angesichts des aktuellen Verkehrschaos in und um Duisburg, dass die Stadt nicht warten dürfe, bis Land und Bund sich im üblichen Dienst nach Vorschrift auf eine Lösung verständigt haben werden. „Vor uns entfaltet sich ein offenkundiger Verkehrsnotstand, erst recht nach dem Ende der Sommerferien“, erklärt der Kreisvorsitzende und Kandidat für das Oberbürgermeisteramt, Thomas Wolters. „Wenn Duisburg jetzt nicht schnell und entschlossen handelt, wird weiteres Vertrauen in die Politik verspielt“, so Wolters weiter.

Der „Aktionskreis Rheinbrücken“ müsse umgehend einberufen werden. Die aktuellen Schadensmeldungen lassen erwarten, dass die Autobahnbrücke der A40 in den kommenden Jahren noch sehr häufig gesperrt werden muss. Die bloße Forderung nach einer schnelleren Planung des Brückenneubaus sei „eine kommunalpolitische Bankrotterklärung“, so Wolters. Zusätzliche Maßnahmen zur Überquerung des Rheins täten Not.

Thomas Wolters: „Außer der Bundeswehr und dem THW gibt es viele private Unternehmen, die professionell auch große Behelfsbrücken bauen können. Selbst über den Rhein wäre das keine Zauberei. In Holland errichten Unternehmen Pontonbrücken, die sich sogar für den Schiffsverkehr öffnen lassen. Auch wenn die Idee also zunächst abenteuerlich klingt: Es ist möglich. Genauso wäre es möglich, auch noch einen zusätzlichen Fährverkehr einzurichten.“

Der stellvertretende Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Carlos A. Gebauer ergänzt: „Eine Behelfsbrücke oder ein Fährbetrieb können und sollen die vorhandenen Brücken natürlich nicht ersetzen. Sie dienen vielmehr einer Verkehrsentzerrung. Duisburg hat schon eine Brücke der Solidarität. Duisburg braucht jetzt eine Brücke der Flexibilität!“

Der FDP-Kreisvorsitzende und Kandidat für das Oberbürgermeisteramt, Thomas Wolters (l.) und der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Carlos A. Gebauer (Fotos: privat)

Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski (CDU) begrüßt, dass das Thema A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg von der Bundes- und Landespolitik noch mehr in den Fokus gerückt wird: „Zunächst kann die Vollsperrung nach umfangreichen Reparaturarbeiten voraussichtlich ab kommendem Donnerstag wieder aufgehoben werden. Wichtig und erfreulich ist, dass der neue NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auch beim Thema Brückenneubau Druck macht und sich mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einig ist, dass man dabei gemeinsam alle Möglichkeiten einer weiteren Beschleunigung angehen will. Minister Dobrindt war bereits vor wenigen Wochen auf meine Einladung hin zu Gast im Wahlkreis und an der Brücke der A40 und hat sich vor Ort ein Bild von den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in der Verkehrspolitik gemacht. Ich begleite das Thema A40-Rheinbrücke bereits seit einigen Jahren. Als Bundestagsabgeordnete für Krefeld, Moers und Neukirchen-Vluyn ist es mir wichtig, dass Infrastrukturprobleme konsequenter angegangen werden, als die vorherige rot-grüne Landesregierung dies getan hat.“

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