Beim Abstecher in die Natur: (v.l.) Dirk Gühnemann (stv. Vorsitzender Hegering Voerde), Joachim Hansen (Jagdpächter in Voerde-Ork), Sabine Weiss MdB, Jan Langenfurth (CDU, OV-Vorsitzender Voerde-Spellen) und Charlotte Quik MdL (Foto: Elmar Venohr, Wahlkreisbüro Charlotte Quik MdL)

Voerde. Auf ihrer Sommertour gastierten Charlotte Quik MdL und Sabine Weiss MdB beim Hegering in Voerde. Sie wurden vom stv. Vorsitzenden des Hegerings Voerde, Dirk Gühnemann, Ulrike Hansen (Vorstandsmitglied Hegering Voerde) und dem Jagdpächter in Voerde-Ork, Joachim Hansen empfangen. Mit dabei war auch Jan Langenfurth (CDU, Ortsverbandsvorsitzender in Voerde-Spellen), selbst Jäger.

Ausführlich diskutierte die Gruppe das von der abgewählten rot-grünen Landesregierung geänderte Landesjagdgesetz, das in den letzten Jahren für viele zum Teil heftige Kontroversen gesorgt hatte. „Die Überarbeitung des Landesjagdgesetzes steht auf der Agenda der NRW-Koalition ganz weit oben“, betont Charlotte Quik. „Gerade die Jägerschaft hat in der jüngeren Vergangenheit hier in NRW mit ideologiegetriebener Politik kämpfen müssen. Wir werden dem beachtlichen Beitrag der Jagd für Artenvielfalt und Naturschutz durch Hege- und Waidgerechtigkeit wieder seinen angemessenen Stellenwert geben.“ Charlotte Quik: „An diese Arbeit muss man mit gesundem Menschenverstand, mit Sach- und Fachverstand gehen und nicht von Ideologien getrieben ganze gesellschaftliche Gruppen bevormunden.“

„Die Jägerinnen und Jäger im Kreis Wesel übernehmen wichtige Aufgaben der Hege und Pflege und leisten damit einen wichtigen und aktiven Beitrag zum Naturschutz“, so Sabine Weiss, die sich beeindruckt zeigte vom Ausmaß des ehrenamtlichen Engagements der Jägerschaft im Kreis Wesel. „Ob bei der Rettung der Kitze vor den landwirtschaftlichen Maschinen, der Beseitigung von Wildschäden oder durch Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensgrundlage wildlebender Tiere, die Jäger und Jägerinnen verbringen viel Zeit damit, unsere heimische Flora und Fauna zu schützen“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete.

Auf dem Ortstermin forderte der Hegering Voerde vor allem Änderungen bei den Schonzeiten und den bejagbaren Arten. Das Verbot, Katzen zu schießen, will der Hegering Voerde gar nicht aufheben, wünscht sich aber deutlich mehr Unterstützung beim Umgang mit Katzen und fordert unter anderem eine Kastrations- und Meldepflicht.

„Die Überarbeitung des Landesjagdgesetzes wird derzeit unter Beteiligung aller Akteure vorbereitet“, so Charlotte Quik. Sie lobte den Hegering Voerde für die Pläne zur Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildkamera. So könnten in der Erntezeit Tiere in den Feldern geortet und vor dem Tod gerettet werden.

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