Die Konsenspartner zu Gast bei move:elevator in Oberhausen. Kim Hönig (Mitte), die als Azubi in der Werbeagentur Mediengestalterin Bild + Ton gelernt hat und übernommen wurde, berichtete über ihre Ausbildungszeit (Foto: IHK zu Essen)

Oberhausen. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Ausbildung werben“ startete der regionale Ausbildungskonsens seine dreiwöchige Ausbildungstour durch sechs Ausbildungsbetriebe in Industrie, Handel und Handwerk in der MEO-Region. Im regionalen Ausbildungskonsens sind u.a. die Arbeitsagenturen, das Jobcenter, der DGB, die Kreishandwerkerschaften sowie die IHK, die gleichzeitig als Geschäftsstelle fungiert, vertreten.

Den Auftakt machte die 2000 gegründete Full-Service-Werbeagentur move:elevator in Oberhausen. Seit 2002 bildet das Unternehmen in den Bereichen Mediengestalter/-in Digital und Print in allen Fachrichtungen, Kauffrau/-mann für Büromanagement und Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung aus; aktuell werden vier Azubis an vier Standorten beschäftigt. Markus Lacum, der sich mit Hans Piechatzek die Geschäftsführung teilt, freut sich über den Besuch und die Gelegenheit, das eigene Ausbildungskonzept vorzustellen: „Wir gestalten High-End-Kommunikation in allen Facetten. Unsere Azubis sind von Anfang an Teil des Teams und werden in alle Prozesse eingebunden: Vom ersten Workshop, Brainstormings und Konzeption bis zum fertigen Design und dessen Implementierung. Wir sind mit Fachwissen und Spaß bei der Arbeit – und das ist auch wichtig, denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, um unsere Kunden mit Qualität und Know-how zufrieden zu stellen.“

Im Anschluss daran wurde die Nockmann und Gerstberger GmbH besucht. Das Unternehmen verfügt über 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Sanitär- und Heizungstechnik. Es beschäftigt zurzeit 55 Mitarbeiter und 15 Auszubildende. Die Ausbildung des Berufsnachwuchses ist ein besonderes Anliegen der Firma Nockmann und Gerstberger.

Geschäftsführer Andreas Gerstberger weist auf die Firmenphilosophie hin: „Wir setzen auf die Ausbildung von jungen Leuten und geben ihnen die Möglichkeit, in der Berufswelt Fuß zu fassen. Die Auszubildenden werden nach Abschluss ihrer Ausbildung mindestens drei Monate weiter beschäftigt und viele von ihnen sind auch nach diesen drei Monaten geblieben und haben unsere Firma weiter verstärkt.“

Jutta Kruft-Lohrengel, Präsidentin der IHK zu Essen, sieht in der betrieblichen Ausbildung das entscheidende Mittel gegen den Fachkräftemangel: „Unser Ziel ist es, verstärkt auf die betriebliche Ausbildung aufmerksam zu machen. Dadurch sichern Unternehmen passgenau die Fachkräfte, die sie benötigen. Deshalb bitten wir alle Unternehmen: Bilden Sie aus! Sichern Sie frühzeitig Ihren Fachkräftenachwuchs.“ Dem schließt sich auch Christiane Artz, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Oberhausen, an: „Die Tour ist für uns auch eine tolle Gelegenheit, engagierte Ausbildungsbetriebe zu besuchen und zu zeigen, was für vielseitige Ausbildungsberufe es eigentlich gibt.“

Christiane Pahnke-Vogel, stellv. Geschäftsführerin vom Jobcenter Oberhausen, ergänzt: „Zukunftsfähige und erfolgreiche Betriebe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ihre Mitarbeiter gut und richtig führen – und dieser Weg fängt bei der Ausbildung von jungen Menschen an.“

Auch aus Sicht des DGB ist die duale Ausbildung nach wie vor die Eintrittskarte in die Arbeitswelt von Morgen. „Ich würde mich freuen, wenn durch unsere Aktion nicht nur den Betrieben, sondern auch vielen Jugendlichen geholfen werden kann, einen Ausbildungsplatz zu finden“, so Dieter Hillebrand, Geschäftsführer des DGB.

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