Der neue Vorstand der SPD Kamp-Lintfort (von links): René Schneider, Ralf Borkenhäuser, Michael Hänsel, Barbara Drese, Birgit Ullrich, Stefanie Meivogel, Jan-Lukas Platen, Ulrike Plitt und Jan Bergmann. Auf dem Bild fehlen Jürgen Preuß und Andreas Wellesen (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Die Mitglieder der SPD Kamp-Lintfort haben ihren Vorstand am vergangenen Sonntag fast komplett im Amt bestätigt. Der Landtagsabgeordnete René Schneider erhielt als Vorsitzender 100 Prozent der Stimmen. Ihm zur Seite stehen weiterhin Jürgen Preuß und Jan Bergmann als stellvertretende Vorsitzende. Die Kassengeschäfte obliegen auch künftig Barbara Drese und Michael Hänsel führt das Protokoll. Allein bei den Beisitzern gibt es eine Änderung: Da Tim Rybus aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidierte, wählten die Mitglieder Stefanie Meivogel neu ins Amt. Die weiteren fünf Beisitzer wurden bestätigt: Ralf Borkenhäuser, Jan-Lukas Platen, Ulrike Plitt, Birgit Ullrich und Andreas Wellesen.

Breiten Raum nahm die Diskussion zur anstehenden Bundestagswahl ein. Bundestagskandidat Jürgen Preuß, frisch wiedergewählter Partei-Vize und Fraktionschef im Rat, stellte seine inhaltlichen Schwerpunkte vor. Es müsse wieder gerechter zugehen im Land. Mindestlohn und abzugsfreie Rente mit 63 Lebensjahren seien nur erste Schritte, die die SPD gegen den Willen der CDU in der großen Koalition umgesetzt hätten. „Glaubt denn einer, dass es das alles ohne die Sozialdemokraten geben würde“, fragte Preuß in die Runde. Auf diesen Erfolgen will er sich nicht ausruhen, sondern eigene Akzente setzen. Die Städte und Gemeinden endlich finanziell ordentlich auszustatten gehört zu seinen vordringlichen Zielen. „Dann ist auch wieder Geld da, um hier vor Ort wo wir alle leben, Straßen und Schulen zu sanieren“, rief Preuß unter dem Beifall der SPD-Mitglieder.

Gefeiert wurde auch der langjährige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60plus, denn nicht nur die Senioren in der SPD haben Waldemar Gippner viel zu verdanken. Der ehemalige sachkundige Bürger im Rat sorgte während seiner Amtszeit unter anderem dafür, dass regelmäßig intensiv über tagespolitische Themen diskutiert wurde. Bei einem monatlichen Frühstück der Gruppe kamen zusätzlich wichtige Alltagsthemen wie die Erstellung von Vorsorgevollmachten und Testament aber auch der Wohnungsmarkt in Kamp-Lintfort oder die Stadtentwicklung zur Sprache. „Die SPD hat dir viel zu verdanken. Deshalb hat der Vorstand einstimmig beschlossen, dir heute die Willy-Brandt-Ehrenmedaille zu verleihen“, würdigte SPD-Vorsitzender René Schneider den 78-Jährigen bei der Verleihung dieser hohen parteiinternen Auszeichnung.

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