Gemeinschaftliche Übung der Jugendfeuerwehren Hünxe und Voerde (Foto: privat)

Voerde/Hünxe. Am Samstagmorgen fanden sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Voerde, zu Ihrer jährlichen 24 Stunden-Übung, im Gerätehaus in Voerde ein. Aufregende und arbeitsreiche Stunden mit fast 30 gestellten Einsätzen warteten auf die Jugendlichen. Mit den Einsätzen sollte ein breites Spektrum abgedeckt werden. Von technischer Hilfeleistung, über Patientenbetreuung, bis hin zum Großbrand mit vielen Verletzen wurde den Kindern einiges abverlangt und mit Bravour gemeistert.

Zu Beginn wurde das Schlafquartier bezogen. Dafür wurde der Jungfeuerwehr Raum, der für die wöchentlichen Dienste genutzt wird, mit Feldbetten und Schlafsäcken ausgestattet. Danach konnte der spannende „Feuerwehr Alltag“ starten. Nach einer Vorbesprechung wurden die Jugendlichen auf die jeweiligen Einsatzfahrzeuge verteilt.

Die erste Aufgabe bestand darin sich mit der eigenen Position, dem Fahrzeug, und dem darauf befindlichen Equipment vertraut zu machen. Schon war ein Gong zu hören und der erste Einsatz forderte die jungen Kameraden heraus. Eine Vielzahl kleinerer Einsatzstellen wurde routiniert abgearbeitet, jeder Handgriff saß, die Feuer hatten keine Chance.

In Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Hünxe, war es möglich einen Einsatz zur überörtlichen Hilfeleistung auf die Beine zu stellen. Der Fall stellte sich wie folgt dar, bei einer Feier auf einem Bauernhof gab es eine Explosion, viele vermisste Menschen und ein großer Brand. Zusammen mit den Jugendlichen aus Hünxe wurde eine Wasserversorgung über hunderte Meter aufgebaut. Die Trupps für die Menschenrettung, sowie die Brandbekämpfung machten sich an die Arbeit. Unterstützung von oben erhielten sie durch die Voerder Drehleiter und am Boden koordinierte ein echter Stadtbrandinspektor (Jens Förster, stellvertretender Wehrführer aus Hünxe) den Einsatz.

Innerhalb einer Stunde waren alle Patienten gerettet und das Feuer gelöscht. Nach getaner Arbeit gab es einen Moment der Stärkung. Das Jugendrotkreuz Voerde hatte sich bereit erklärt, alle Jugendlichen und fleißigen Helfer mit Currywurst, Baguette und kühlen Getränken zu beköstigen. Nach dem Essen ging es für die Kinder wieder zurück ins Gerätehaus um noch einen Moment zu verschnaufen, getreu dem Motto: „Der nächste Einsatz kommt bestimmt.“

Nach einigen kleineren und größeren Einsätzen, die den Jugendlichen nochmal so einiges abverlangten, wurde die gesamte Truppe am Abend noch einmal köstlich bewirtet. Ein Feuerwehr-Kamerad erklärte sich mit familiärer Unterstützung bereit, leckere Burger zu grillen. Auch in der Nacht kam die Arbeit nicht zu kurz. Unter anderen wurde das gesamte Gerätehaus Löhnen vernebelt und wieder galt es Menschenleben zu retten. Unter der Leitung eines Kameraden der Jugendfeuerwehr wurde der Einsatz vorbildlich durchgeführt. Die Gruppe hat Stärke und Teamgeist bewiesen und wurde damit allen Anforderungen gerecht.

Sonntagmorgen, nach einer anstrengenden Schicht wurde es Zeit für das traditionelle Frühstück, gesponsert von der Spedition Schneider. Am Gerätehaus angekommen wurden alle abgekämpft aber glücklich, von Ihren Eltern in Empfang genommen.

Beitrag drucken
Anzeigen