Jürgen Preuß, SPD-Bundestagskandidat für den Kreis Wesel (Foto: privat)

Rheinberg/Alpen/Sonsbeck/Xanten/Hamminkeln/Schermbeck/Wesel/Voerde/ Hünxe/Kamp-Lintfort. Fast genau 40 Jahre nach dem Inkrafttreten des modernen Ehe- und Familienrechts hat der Bundestag erneut historisches beschlossen: Die „Ehe für alle“!

„Ich freue mich sehr darüber, dass jetzt auch gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit haben zu heiraten. Während die eingetragene Partnerschaft vor allem die Pflichten der Partner gegeneinander geregelt hat, sorgt die ‚Ehe für alle‘ jetzt dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare auch alle Rechte, wie z.B. das Adoptionsrecht, beanspruchen können“, meint Jürgen Preuß, SPD-Bundestagskandidat im Kreis Wesel. Und wie schon vor 40 Jahren sind es auch dieses Mal wieder die Sozialdemokraten, die gegen den Widerstand von CDU/CSU die Gesellschaft weiterentwickeln und voranbringen. Hier sei daran erinnert, dass die Union im Rechtsausschuss geschlossen gegen die Ehe für alle gestimmt hat.

Erschreckend sind hierbei die Begründungen, die die Union gegen die „Ehe für alle“ anführt. „Viele CDU/CSU Abgeordnete zeigen damit deutlich, dass sie in einem Familienbild gefangen sind, dass aus dem Deutschland unserer Vor-Vorväter stammt und nichts mehr mit der heutigen Realität zu tun hat“, so Preuß weiter. „Und Frau Merkel hat durch ihr Vorgehen wieder bewiesen, dass es ihr um den reinen Machterhalt ohne eigene Überzeugungen geht: Vorgestern war sie gegen die Ehe für alle. Gestern konnte sie sich wieder an ihre Begegnung mit zwei lesbischen Frauen erinnern, die gemeinsam acht Pflegekinder betreuen. Heute stimmt sie gegen die Ehe für alle. Das ist ohne Worte, vor allem aber ohne Konzept!“

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