Logo der Bürgerinitiative

Duisburg. Am Dienstag verkündeten SPD und CDU, dass sie am kommenden Montag in der Ratssitzung an ihrem Beschluss zur Realisierung eines Outletcenter am Güterbahnhof festhalten würden. Somit kommt es am 24. September zum Bürgerentscheid. Ein Etappensieg für die Initiative „Ja zu Duisburg“, die sich nun darauf fokussiert, die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu Stadtentwicklungs- und Outlet-Thematiken zu informieren. Außerdem fordert die Initiative die Stadtspitze auf, ihrem Transparenzversprechen umgehend und aktiv nachzukommen.

Podiumsdiskussion am 11. Juli 2017 in der Liebfrauenkirche, 19.00 bis 21.00 Uhr, König-Heinrich-Platz 3, Eintritt frei

Die Initiative lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie die Lokalmedien zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 11. Juli 2017 von ca. 19.00 bis 21.00 Uhr in die Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz ein. In der von Mario Mais moderierten Gesprächsrunde sprechen Akteure des Geschehens, Experten aus Architektur und Stadtentwicklung sowie Befürworter darüber, ob in Duisburg das DOC für eine positive Stadtentwicklung benötigt wird oder nicht. „Uns ist es wichtig, dass in so einer Runde beide Seiten gehört werden, und die Begründung für oder gegen ein DOC über ein bloßes das DOC als Chance oder Tod für die Innenstadt hinausgeht“, so Frank Oberpichler, Sprecher der Initiative. Zudem ist es den Veranstaltern wichtig, dass die Diskussion fernab vom OB-Wahlkampf stattfindet und sich auf wirtschaftliche, städtebauliche und architektonische Aspekte fokussiert.

Ihre Teilnahme zugesagt haben bisher Dipl.-Ing. Rolf Junker von Junker + Kruse Stadtforschung und Planung; Axel Quester, Geschäftsführender Gesellschafter bei Armin Quester Immobilien GmbH; Tim Rieniets, Leiter von StadtBauKultur NRW und Boris Roskothen als Vertreter der Wirtschaft. Eingeladen wurden unter anderem auch Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Ralf Meurer, Baudezernent Carsten Tum und Vertreter der Gewerkschaft – bisher ohne Zusage.

 
Forderung nach Transparenz für den Bürger

„Wir hoffen, dass die Verantwortlichen ihrem Versprechen über Transparenz und Bürgerbeteiligung zügig nachkommen“, schließt Oberpichler und führt aus: „Dazu zählen wir einerseits den schnellstmöglichen Einblick in konkrete DOC-Pläne und Gutachten für den Bürger, damit dieser sich umfassend informieren kann. Andererseits erwarten wir auch die Teilnahme von den entsprechenden Akteuren der Verwaltung an der Podiumsdiskussion.“ Um umfangreiche Transparenz für den Bürgerentscheid zu schaffen, sei es zwingend notwendig, dass die Verwaltung der Stadt Duisburg Informationen rund um das bereits beauftragte Gutachten schnellstmöglich veröffentlicht. Darüber hinaus sollten umgehend die Planungsunterlagen zum DOC veröffentlicht werden, wie beispielsweise die Entwurfsplanung durch Krieger, damit der Bürger weiß, worüber genau er im September abstimmt.

Neben Podiumsdiskussionen mit Experten und Verantwortlichen, wird es auch weiterhin auf der Seite www.jazuduisburg.de Beiträge zur Stadtentwicklung sowie relevante Themen geben. „Wir zählen auch auf die Lokalmedien, ihrer Funktion als Investigativ- und Informationsmedium nachzukommen, um die Duisburger Bürgerinnen und Bürger umfangreich und unabhängig zu informieren“, so Oberpichler.

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