Erkan Kocalar, stellvertretender Fraktionsvorsitzender "Die Linke" und Bürgermeister (Foto: privat)

Duisburg. Die Linksfraktion im Rat der Stadt fordert die Verwaltung auf, ihre Fürsorgepflicht für die Gesundheit von Flüchtlingen in den kommenden Wochen ernst zu nehmen. Dazu gehören insbesondere die Lebensumstände von Flüchtlingen, die in Traglufthallen leben und die gesundheitsgefährdende Ausmaße annehmen können.

Erkan Kocalar, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister, nimmt Stellung: „In den kommenden Sommerwochen darf es nicht mehr zu einer solch dramatischen Situation in Traglufthallen kommen, wie es vor einigen Tagen im Duisburger Norden passiert ist. Hier wurden an einem heißen Tag Raumtemperaturen von über 50 Grad Celsius erreicht. Nur durch einen Einsatz der Feuerwehr konnte das Schlimmste verhindert werden. Wir erwarten von der Verwaltung eine kontinuierliche  Wartung der technischen Anlagen in allen Flüchtlingsunterkünften  und die Vermeidung von gesundheitsgefährdenden Wohn- und Lebensverhältnissen.“

Die Linksfraktion wird in der Sitzung der BV Hamborn eine Anfrage einbringen, die die Hintergründe der Hitzeentwicklung in der Traglufthalle Obere Holtener Straße aufdecken soll, um eine erneute Aufheizung der Raumtemperatur an heißen Sommertagen zukünftig zu verhindern.

Die Linksfraktion fordert seit Langem eine zügige Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen und hat dazu schon 2015 einen Antrag eingebracht, der jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde.

Dazu Erkan Kocalar: „Unser Antrag war das Ergebnis eines intensiven Informationsaustausch mit den Duisburger Fachleuten aus der Flüchtlingsarbeit und den Wohlfahrtsverbänden. Alle Akteure bestätigten uns, dass die Wohnsituation von Flüchtlingen ein entscheidender Bestandteil für die Integration ist. Neben Arbeit und Bildung ist menschenwürdiges Wohnen eine Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und für soziale Teilhabe an der Stadtgesellschaft.“

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