Der verkehrspolitische Sprecher der BAMH-Fraktion, Frank Wagner (Foto: privat)

Mülheim. Mit völligem Unverständnis reagiert die BAMH Fraktion auf die Presseveröffentlichungen im Zusammenhang mit der Installation eines weiteren hochrangigen Mitarbeiters bei der MVG. „Wir sind wirklich für die grundsätzlich zukunftsweisende Fusion der beiden Verkehrsgesellschaften von Essen und Mülheim. Was uns aber in den letzten Monaten alles geboten wurde, ist nicht nachvollziehbar und unverschämt“, so der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Frank Wagner.

Wagner erinnerte in diesem Zusammenhang an den Skandal um die Chefgehälter von Bonan und Feller. Dann sei zunächst vorgesehen gewesen, dass Bonan sich um die Personalangelegenheiten der gemeinsamen Gesellschaft kümmere. Schließlich habe man ihn aber in dieser Position „kaltgestellt“.

Und jetzt engagiere man einen vermutlich hochpreisigen Verantwortlichen für Personalfragen bei der MVG. „Es gibt das schöne deutsche Sprichwort ‚der Fisch beginne am Kopf zu stinken‘ „, so Wagner. Insgesamt laufe bei der Fusion eine Menge schief. So habe bisher auch noch nicht die interfraktionelle Arbeitsgruppe getagt. Zunächst habe man im vergangenen Jahr den diesbezüglichen BAMH-Antrag abgelehnt, weil man sich ausreichend informiert gefühlt habe. Nach der „Chefgehälter-Affäre“ habe die SPD dann den Antrag der BAMH umgeschrieben und erst auf erneute Nachfrage des BAMH werde nun im Juni eine erste Sitzung des Gremiums stattfinden.

„Wir fordern den Oberbürgermeister auf, dass er jetzt klar und deutlich Stellung bezieht. Wir wollen diesen dritten Mitarbeiter für Personalangelegenheiten bei der MVG nicht. Der Oberbürgermeister soll sich im Rat am Donnerstag erklären und vor allem erklären, seit wann ihm diese Personalie bekannt ist“, so Wagner abschließend.

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