Sicherheitsgespräch: v.l. Bürgermeister Tatzel, Landrat Dr. Müller, Polizeioberrat Tühl, Polizeihauptkommissar Giesen, Teamleiter Strey (Foto: Polizei)

Rheinberg. Landrat Dr. Ansgar Müller führt regelmäßig Sicherheitsgespräche in allen Kommunen des Kreises mit den jeweiligen Verantwortungsträgern durch. Am Mittwoch war Dr. Müller zu Gast in Rheinberg und traf sich dort mit Rheinbergs Bürgermeister Frank Tatzel, Polizeioberrat Wolfgang Tühl als Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz, Jonny Strey, Teamleiter Ordnungsangelegenheiten, sowie mit dem Leiter der Polizeiwache Rheinberg, Polizeihauptkommissar Wilhelm Giesen, zu einem gemeinsamen Sicherheitsgespräch im Rathaus der Stadt Rheinberg.

Im Rahmen des Gesprächs sollte insbesondere die ganzheitliche Sicherheitslage mit den Themenschwerpunkten Kriminalitäts- und Verkehrsunfallentwicklung thematisiert werden.

Im Bereich der Kriminalitätsentwicklung ist festzuhalten, dass die Gesamtfallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis April) gesunken sind. Die Fallzahlen im Deliktsfeld Tageswohnungseinbruch liegen bei 25, im Vorjahr bei 48, im Bereich Diebstahl aus Fahrzeugen bei 174 und bei Taschendiebstählen bei elf Fällen. Hervorzuheben ist, dass bei Gewaltdelikten in Rheinberg die Aufklärungsquote bei über 80 % liegt. Erfreulich ist neben dem Rückgang der Fallzahlen des Tageswohnungseinbruchs außerdem die gestiegene Aufklärungsquote im laufenden Jahr 2017.

Landrat Dr. Ansgar Müller lobte in diesem Zusammenhang die aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger, die mit zahlreichen Hinweisen an die Polizei dazu beitragen konnten, dass potenzielle Täter nach Wohnungsein- und Fahrzeugaufbrüchen frühzeitig erkannt wurden und Straftaten verfolgt oder sogar verhindert werden konnten. Ein gutes Nachbarschaftsverhältnis kann zur Verhinderung von Straftaten nicht unerheblich beitragen. Über Möglichkeiten von technischen Sicherungen informiert darüber hinaus das Kriminalkommissariat Vorbeugung.

Bei verdächtigen Feststellungen sollten sich die Bürgerinnen und Bürger dennoch immer über den Notruf 110 an die Polizei wenden.

Die Verkehrsunfallzahlen sind im laufenden Jahr zurückgegangen. Zum Teil ist ein Rückgang im zweistelligen Bereich zu verzeichnen. Im Vergleichszeitraum (Januar bis April) ist eine sinkende Tendenz im Bereich der Verkehrsunfälle mit Personenschaden, insbesondere unter Beteiligung von Radfahrern erkennbar.

Der Einmündungsbereich der Straßen Moerser Straße/Alte Landstraße kristallisierte sich in den Vorjahren immer wieder als Unfallhäufungspunkt heraus. Die einberufene Unfallkommission konnte zu einer erheblichen Verbesserung der Verkehrssicherheit vor Ort beitragen, so dass inzwischen eine rote Einfärbung des Radweges und eine bauliche Veränderung der Straße erwirkt wurden.

Die Beteiligten thematisierten auch die Lage in den kommunalen Unterkünften für Zuwanderer. Alle hoben die unproblematische und entspannte Situation in diesem Zusammenhang hervor.

Alle Anwesenden begrüßten den Austausch und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kreispolizeibehörde als wesentlichen Baustein für die Sicherheit in Rheinberg. (ots)

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