Bei der Stofftier-Operation mit dabei: Beim diesjährigen Teddy-Krankenhaus in Bethanien beobachten die zweijährige Cosima (li.) mit Affe Huhu, wie die Stofftiermediziner Lena (Mitte) und Jim (re.) die Verletzung von Susannas (2.v.l.) Löwe Leo nähen. (Foto: KBM/Pickartz)

Moers. Gute Nachrichten aus der Stofftier-Medizin: Beim diesjährigen Teddy-Krankenhaus in Bethanien konnten alle behandelten Schmusetiere und Kuschelpuppen gesund wieder entlassen werden. Gut 1.500 Kinder besuchten die dreitägige Veranstaltung in diesem Jahr – neuer Besucherrekord. Am Donnerstag und Freitag war das gemeinsam mit der Krankenkasse AOK, der Moerser Jugendfeuerwehr sowie der Adler- und der Aeskulap-Apotheke veranstaltete Teddy-Krankenhaus zunächst für angemeldete Kindergärten geöffnet. Am Samstag durften dann alle Kinder aus Moers und Umgebung mit ihren Geschwistern und Eltern die Veranstaltung besuchen.

Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen wurde es vor allem am Vormittag recht voll auf dem Zeltplatz hinter der Kinderklinik Bethanien. Allein am Samstag wurden mehr als 500 kranke Stofftiere eingeliefert. „Wir haben spontan eine weitere Stofftier-Anmeldung geöffnet, damit alle Kuscheltiere so schnell wie möglich behandelt werden können“, berichtet Bethanien-Pressesprecher Dirk Ruder. Sogar Chefarzt Dr. Michael Wallot und Oberarzt Dr. Gündüz Selcan von der Bethanien-Kinderklinik sprangen am Empfang kurzerhand ein, als sich am Eingang der Teddy-Klinik eine lange Schlange bildete.

Nach der Anmeldung wurden alle Schmusetiere und Kuschelpuppen von erfahrenen Stofftier-Medizinern genau untersucht. Die Stofftier-Ärzte entschieden dann über die weitere Behandlung. Die Kuscheltiere mit gebrochenen Armen und Beinen kamen ins Röntgenzelt. Anschließend wurde ein Gips angelegt. Andere Kuscheltiere mussten ins Operationszelt. „Viele  Kuscheltiere waren arg durchgeschmust und hatten aufgeplatzte Nähte. Die wurden im OP-Zelt von Teddy-Doktoren mit Nadel und Faden genäht“, so das Krankenhaus. In diesem Jahr sind besonders viele Einhörner behandelt worden. „Die haben sich offenbar in den Kinderzimmern in letzter Zeit stark ausgebreitet. Aber auch Plüschmonster, Kuschelkrokodile und Schmuseschildkröten wurden eingeliefert.“, stellte Sabine Robakowski schmunzelnd fest. Die gelernte Kinderkrankenschwester organisierte das Teddy-Krankenhaus in Bethanien in diesem Jahr bereits zum 13. Mal federführend.

Etliche ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer stellten die Moerser Jugendfeuerwehr und die Krankenpflegeschule Bethanien. „Ohne die vielen Helferinnen und Helfer und ohne die langjährigen Kooperationspartner wäre eine solche Veranstaltung nicht machbar“, unterstrich Organisatorin Robakowski. Zusätzlich war an den insgesamt drei Tagen der Veranstaltung Personal der AOK sowie von den Moerser Aeskulap- und der Adler-Apotheken im Einsatz, dazu Ärzte- und Pflegepersonal aus der Kinderklinik Bethanien. Der Gastro-Service Aberfeld sorgte für die Bereitstellung von Sanitäranlagen im Park hinter der Kinderklinik.

Für das leibliche Wohl hatten die Krankenpflegerinnen der Kinderklinik etliche Kuchen gebacken, dazu wurde von der Krankenhaus-Küche am Mittag Erbsensuppe mit Würstchen angeboten – alles zu familienfreundlichen Preisen. Schwer umlagert auf dem Zeltplatz waren ein echter Rettungswagen und ein Feuerlöschwagen. Das Interesse an der Hüpfburg ließ bei Groß und Klein erst nach, als die Organisatoren nach 16 Uhr die Luft aus dem bunten Ungetüm herausließen. Natürlich nur, damit es keine weiteren verletzten Stofftiere gibt.

Stofftier-Ärztin Wiebke Wiersma behandelte beim Teddy-Krankenhaus in Bethanien Olli, den Teddy des sechsjährigen Besuchers Tim (Foto: KBM/Pickartz)
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