Ralf Hötzel (ENNI) mit Stefan Vasen (r.) vom Fachdienst Vermessung der Stadt Moers auf dem Friedhof Repelen (Foto: ENNI/heicer)

Moers. Die zehn Moerser Friedhöfe sind Orte der Ruhe und mit ihrem hohen Anteil an Wiesen und Bäumen grüne Lungen der Stadt. Um die 50 Hektar Gesamtfläche noch effizienter bewirtschaften zu können, digitalisiert die ENNI Stadt & Service Niederrhein (ENNI) seit einigen Monaten in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Vermessung der Stadt Moers sukzessive ihre Friedhofspläne. Hierdurch will Ralf Hötzel, zuständiger Sachgebietsleiter der ENNI, interne Abläufe bei der Bewirtschaftung und dem Betrieb der Anlagen sowie den Kundenservice dauerhaft verbessern. Die Friedhöfe in den Moerser Stadtteilen Schwafheim und Utfort hat das Unternehmen schon in die Computerwelt überführt. Auf dem Repelener Friedhof biegt Hötzel auf die Zielgerade ein. Nun steht der Friedhof in Meerbeck an. „Hier werden wir bald starten und Techniker des Moerser Vermessungsbüros Müller und Keuter auch dort den gesamten Baum- und Gebäudebestand sowie Grünflächen, Wege und alle Gräber erfassen“, ist dies laut Hötzel stets auch eine Maßnahme, die bei Friedhofsgästen auffällt. „Auf Bestattungstermine nehmen wir dabei natürlich Rücksicht. Hier wird es für Bürger keine Einschränkungen geben.“

Auch auf dem Meerbecker Friedhof wird ENNI somit die teils Jahrzehnte alten Friedhofsunterlagen systematisch in die elek-tronische Datenverarbeitung überführen. „Dabei aktualisieren und sichern wir den historischen Datenbestand aller Bestattungsflächen mit jeder einzelnen Grabstelle und können Bürgern hierdurch bald noch schneller Auskunft etwa zur Belegung von Gräbern geben.“ Zudem erfassen die Vermesser das sogenannte Begleitgrün mit Bäumen, Gehölz-, Rasen- und Wegeflächen, was die Zustandskontrolle erleichtert. In Summe erhält die Friedhofsverwaltung so eine Gesamtübersicht über ihr Bestattungswesen und eine höhere Datensicherheit. Weiterer Vorteil: Das Unternehmen kann die Friedhofsplanung samt der Flächenentwicklung und Unterhaltung besser steuern. „Das hilft uns bei der Verkehrssicherung und dem gezielten Einsatz der knappen Personalressourcen“, will Hötzel bis 2018 alle Friedhöfe erfasst haben.

Wie die Digitalisierung auf den Friedhöfen abläuft und welche Vorteile sie bringt, können Bürger am sogenannten Friedhofstag auf dem Hülsdonker Hauptfriedhof am Samstag, 13. Mai, 10 bis 14 Uhr, hautnah erleben. Als eine von sechs Stationen eines Rundgangs wird Hötzel hier über die Pläne informieren. Insgesamt wird ENNI an diesem Aktionstag die zukünftige Gestaltung der Frei- und Gemeinschaftsflächen vorstellen, ebenso die Sanierung von Gebäuden oder neue Grabarten. Zudem kommen Bestattungsunternehmen, Friedhofsgärtner, Steinmetze und Kirchenvertreter dabei zu Wort. Auch sie werden sich und ihre Angebote an diesem Aktionstag präsentieren. Bei einer Geräteschau stellt die ENNI außerdem verschiedene Maschinen vor, die sie auf den Friedhöfen einsetzt. Um 11 Uhr, 12 Uhr und 12:30 Uhr bietet das Unternehmen Führungen über den Friedhof an. Als Bonbon beinhaltet die 12-Uhr-Führung eine Lesung am Hanns-Dieter-Hüsch-Grab. Zum Abschluss des Tages findet um 13:30 Uhr ein Konzert des Chores „Stimmfarben“ in der Trauerhalle statt.

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