v.l. Rainer Groß, Frank Heidenreich, Thomas Mahlberg, Willi Jenk, Henning Barten, Sabine Weiss, Sarah Stantscheff (Foto: privat)

Rheinberg. Im Supermarkt sind die Erdbeer-Schälchen zur Saison ganz vorne im Obstregal zu finden. Aber immer mehr Menschen zieht es mittlerweile viel lieber selber aufs Feld. Denn die Erdbeeren selber zu pflücken ist zum einen nicht nur preiswerter und spart unnötige Plastik-Verpackungen, sondern wird auch zu einem kleinen Erlebnis-Ausflug für Erwachsene und Kinder. Zudem bekommt man einen Eindruck, wie viel Arbeit für die Landwirte in der Ernte steckt.

Von so einer Selbstpflück-Anlage durften sich die Christdemokraten auf dem Heesenhof von Landwirt und Obstbauer Henning Barten selber ein Bild machen. Die CDU Stadtverbandsvorsitzende Sarah Stantscheff besuchte zusammen mit dem CDU-Vorsitzenden aus Budberg, Willi Jenk, den beiden Landtagskandidaten Rainer Groß und Frank Heidenreich, sowie den Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss und Thomas Mahlberg den Landwirt und Obstbauern in Vierbaum.

Die ersten Erdbeeren unter Folientunneln sind jetzt reif, und auch die Freilanderdbeeren werden in Kürze erntereif sein. Das Thema regionale Direktvermarktung stand bei den Politikern im Fokus der Interessen. Auf dem Heesenhof wird die Direktvermarktung von Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Pflaumen, Spargel als eine erfolgreiche Ergänzung zur konventionellen Landwirtschaft angesehen und betrieben. Der Heesenhof hat sich mit seiner erfolgreichen Arbeit, in der Region einen Namen gemacht und wird auch von Besuchern aus dem Ruhrgebiet gut frequentiert.

Der größte Anteil an den ca. 100 Hektar Fläche wird mit Getreide und Rüben bewirtschaftet, ein Teil wird auch mit Rotwild und Damwild besetzt, welches auch direkt vermarktet wird.

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg, der sich als Mitglied im Ausschuss für Agrar und Ernährung intensiv mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigt erklärt, „das Konzept der Direktvermarktung auf dem Heesenhof gefällt mir sehr gut. Hier können die Verbraucher anschaulich sehen, wo die Lebensmittel her kommen, von der Aussaat bis zur Ernte.“ Denn die regionalen Produkte, werden immer mehr geschätzt. Kunden kaufen beim Direktvermarkter ein, weil Vertrauen in die angebotenen Produkte besteht und auch eine Information aus erster Hand möglich ist, , freut sich Mahlberg.

Neben den frischen Früchten und Gemüse vom Feld kann im Bauernladen ein breites Sortiment an Produkten aus eigener Herstellung erworben werden. Dabei stehen Kuchen, Brot, Likör oder Marmelade im Angebot. Im anliegenden Bauerncafe‘ finden sich frischer Spargel oder Wildgerichte auf der Karte.

Während Henning Barten die CDU Delegation über den Hof und die angrenzenden Felder führte, wird immer wieder der Einfluss und die Abhängigkeit des Wetters auf den Betrieb deutlich.

Der eingetretene Frost hat fast 90% der Kirschernte und Teile der Erdbeeren vernichtet. Aber die Landwirtschaft wird auch immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. „Neben einem hohen Aufwand an Bürokratie und Dokumentationspflichten, die der Landwirtschaft unterliegen, werden auch neue Schädlinge aus anderen Ländern eingeführt, die massive Schäden bei einigen Nutzfrüchten wie Kirsche oder Erdbeeren hinterlassen. Wie die Kirschessigfliege“, erklärt Landwirt Henning Barten. Die beiden Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss und Thomas Mahlberg können hier aber schon auf den ersten Lösungsansatz verweisen. Das Problem und die Auswirkungen wurden bereits erkannt, so dass auf Initiative der CDU, auf Bundesebene, bereits eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Kirschessigfliege eingerichtet worden ist. Gerne bleiben die Politiker mit Henning Barten und auch anderen regionalen Landwirten im Kontakt. Denn bevor politische Entscheidungen getroffen werden, ist das Gespräch mit Praktikern aus der Landwirtschaft wichtig.

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