Jubiläumskonzerte der Chöre „Pro Campesinos“ und „Minstrels of Hope“ am 5. Mai in Dingden, 13. Mai in Menzelen, 14. Mai in Wachtendonk und zum Abschluss der Tournee am 31. Mai in Bocholt im Städt. Bühnenhaus (Foto: privat)

Alpen/Hamminkeln. 20 Jahre „Minstrels of Hope“ und 40 Jahre „Pro Campesinos“ – das ist ein Grund zum Feiern!

Aus diesem Anlass ist der philippinische Chor in Europa auf Tournee. Zusammen mit dem befreundeten Chor „Pro Campesinos“ aus Dingden werden Jubiläumskonzerte aufgeführt.

Ein Konzert findet auch in Menzelen statt. Am Samstag, 13. Mai, begleiten die Pro Campesinos um 18.30 Uhr zunächst die Messe in St. Walburgis in Menzelen. Im Anschluss an die Messe (nach kurzer Umbau-Pause) beginnt das gemeinsame Konzert. Der Eintritt hierzu ist frei, um Spenden für den Bocholter Verein „Straßenkinderhilfe Kaibigan e.V.“, der unter anderem auch den philippinischen Chor unterstützt, wird gebeten.

Was passiert mit den Spenden?

In Manila, Philippinen, leben hunderttausende Menschen in äußerster Not und müssen die Luftverschmutzung durch brennenden Müll, Abgase und die unsägliche Hitze ertragen. Jeder Tag in den Slums wird zum Überlebenskampf. Ganze Familien führen ein Leben auf der Straße, oder in verdreckten Baracken. Kinder sammeln Müll, betteln und stehlen, für sie gibt es kaum Chancen auf ein menschenwürdiges Leben. Mädchen und junge Frauen prostituieren sich, die Männer arbeiten für einen Euro als Tagelöhner, oder versuchen, aus weggeworfenen Dingen Nützliches herzustellen, das ihnen im besten Fall zusätzlich etwas Geld einbringen kann. Die zunehmende Radikalisierung durch den neuen Präsidenten Duterte wird zur weiteren Gefahr, da bei den Säuberungsaktionen gegen den Drogenhandel durch die öffentlich vollstreckte Todesstrafe auch Unschuldige ums Leben kommen.

Die „Minstrels of Hope“ (Diener der Hoffnung) sind Repräsentanten der Hilfsorganisation „The Minstrel Rhythm of Hope“. Die jungen Sängerinnen sind selber in den Armenvierteln von Manila aufgewachsen, wo ihr Alltag vom Kampf ums Überleben, von Ausbeutung, Demütigung und Missbrauch geprägt war. Durch die Hilfsorganisation erhielten sie eine Perspektive. Einige bekamen eine Stipendium, die Möglichkeit für einen Bildungsabschluss und jetzt durch die Arbeit im Chor eine Aufgabe, die sie an Kinder und Jugendliche weitergeben, die, wie sie damals, am Rande der Gesellschaft leben.

Die Chormitglieder singen, um Projekte der Alphabetisierung und Bildungsworkshops für Kinder aus den nahegelegenen Slums ihrer der Heimat zu unterstützen. Neben den sozialen Problemen möchten die jungen Frauen aus Manila den Zuhörern besonders die Träume und Hoffnungen, aber auch die Traurigkeit und der Menschen und die Ungerechtigkeiten in ihrer Heimat, den Zuhörern mit ihrer Musik näherbringen.

Seit 2016 betreiben die Vereine Kaibigan und Minstrels of Hope das Lernzentrum in Manila, in dem momentan 65 Kindern und Jugendlichen zehn Stunden täglich betreut werden. Neben der Alphabetisierung geht es den Sängerinnen um die Hausaufgabenhilfe und Ausbildung in Musik und Kunst, und sie geben Workshops in Singen und Tanzen.

In den Auftritten kommen das Können und Wollen der Sängerinnen zum Vorschein. Dies durften Mitglieder der Pro Campesinos bereits zweimal hautnah miterleben: 2009 und 2015 haben die Minstrels bei ihrer Tournee einen Stopp in Bocholt eingelegt, sodass beide Chöre je zwei Konzerte gemeinsam gestalten konnten. Für beide Seiten waren dies sicherlich eindrucksvolle bereichernde Erlebnisse, bei welchen beachtenswerte Spendeneinnahmen zu verzeichnen waren.

Weitere Konzerte zusammen mit den Pro Campesinos im Mai sind am 5. Mai in Dingden, 14. Mai in Wachtendonk und zum Abschluss der Tournee am 31. Mai in Bocholt im Städt. Bühnenhaus.

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