In vielen Workshops konnten die Schülerinnen die Arbeit an einem wissenschaftlichen Institut kennenlernen und verschiedenste Tätigkeiten ausprobieren (Foto: © MPI CEC)

Mülheim. Rund 60 Schülerinnen erhielten einen praktischen Einblick in die Arbeitsbereiche der Forschungsinstitute: Mit Schutzbrille und Laborkittel lernten rund 60 Mädchen aus Mülheim und Umgebung beim Girls’Day den Arbeitsalltag am MaxPlanck-Institut für Chemische Energiekonversion und am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung kennen. In vielen Workshops konnten die Schülerinnen die Arbeit an einem wissenschaftlichen Institut kennenlernen und verschiedenste Tätigkeiten ausprobieren.

Schmuckveredlung im Labor

Am MPI für Chemische Energiekonversion eröffnete Prof. Alexander Auer den Girls’Day mit einem 3D-Kino und entführte die Mädchen in die Welt der Moleküle. Anschließend ging es für die Mädchen in verschiedene Workshops in Laboren und Werkstätten. Dort lernten einige den korrekten Aufbau einer elektronischen Schaltung und löteten Werkstoffe eigenständig zusammen. Andere konnten ihren mitgebrachten Schmuck mit dem Verfahren der Galvanisierung veredeln und diesen so beispielsweise verkupfern, versilbern oder vergolden. Bereits Tradition, aber immer auch ein Highlight des Girls’Days am MPI CEC ist die Eis-Zubereitung am Ende des Tages: Die Teilnehmerinnen aus dem Workshop „Kalt, kälter, am kältesten – tiefe Temperaturen im Labor“ zauberten für alle aus Sahne, Pudding, Zucker und flüssigem Stickstoff ein leckeres Vanilleeis.

Vielseitigkeit im Arbeitsalltag

Am MPI für Kohlenforschung hatten die Mitarbeiter in den Forschungs- und Analyseabteilungen an 20 Stationen kleine Experimente und Aufgaben für die Mädchen vorbereitet, die ihr Geschick am Bunsenbrenner oder der Drehbank unter Beweis stellen konnten. Nach der Begrüßung durch Organisatorin und Arbeitsgruppenleiterin Dr. Claudia Weidenthaler gab es für die Mädchen Gelegenheiten für erste praktische Übungen, um verschiedene Aufgabenfelder kennen zu lernen. Von der Calciumcarbonat-Synthese im Lehrlabor über Analysemethoden der Chromatographie bis zur Herstellung eines Werkstücks in der Feinmechanik wurde im Max-Planck-Institut für Kohlenforschung eine breite Palette geboten, die zeigte, dass das Arbeiten in einem chemischen Institut vielseitig ist.

Eine tolle Chance für junge Mädchen

Der Girls‘Day will junge Mädchen für Berufe im Bereich der Technik und Naturwissenschaften begeistern, die sonst traditionell eher von Jungen ausgeübt werden. Dass gerade auch Mädchen und Frauen in naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten richtig sind, betont Claudia Weidenthaler, die auch als Gleichstellungsbeauftragte am Institut für Kohlenforschung tätig ist: „Die Karriereperspektiven einer Chemikerin oder ausgebildeten Chemielaborantin sind sehr gut. Unsere Auszubildenden werden sehr gern von Industrieunternehmen übernommen und es gibt auch viele Weiterentwicklungsperspektiven für sie. Wer sich wiederum für ein Studium der Chemie und eine wissenschaftliche Karriere entscheidet, den erwartet ein Arbeitsfeld, das in hohem Maße durch Freiheit und Kreativität geprägt ist“

Die Mülheimer Max-Planck-Institute öffnen daher immer wieder gerne ihre Türen für Veranstaltungen wie den Girls‘Day, damit Mädchen selbst erfahren können, dass Naturwissenschaften, Forschung und das Arbeiten im Labor attraktiv sind und Spaß machen.

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