Jochen Hartmann, Fraktionsvorsitzender des Bürgerlichen Aufbruchs Mülheim (BAMH) (Foto: privat)

Mülheim. Wie steht es um die Sicherheit der Mülheimerinnen und Mülheimer? Diese Frage stellt sich der BAMH-Fraktionschef Jochen Hartmann, nachdem er von den desaströsen Zuständen bei der Notruf-Entgegennahme durch die Polizei erfahren hat.

Hartmann kritisiert: „Im Bereich des Polizeipräsidenten Essen, zu dem leider auch Mülheim gehört, nachdem es seine polizeiliche Selbständigkeit verloren hat, sollen laut regionaler Presse rund 23.000 Notrufe jährlich ins Leere laufen. Selbst wenn die Mehrzahl vermutlich dem Essener Gebiet zuzuordnen ist, verbleibt unter Zugrundelegung der vergleichbaren Oberhausener Zahlen ein Durchschnitt von rund 6,3 Anrufen täglich, die nicht bearbeitet werden können.“ Dabei könne es sich um Notrufe handeln, bei denen es um Leib und Leben der Mülheimerinnen und Mülheimer gehe, mutmaßt Hartmann.

„Statt pressewirksame Blitzmarathons zu veranstalten, sollte sich der derzeitige Innenminister um die drängendsten Probleme in seinem Zuständigkeitsbereich kümmern. Jede kleine Gewerbetreibende kann heutzutage im Notfall für die erforderlichen Weiterleitungen sorgen. Ausgerechnet in der Heimatstadt der Ministerpräsidentin scheint die Polizei kraftlos zu sein und das digitale Zeitalter zu verschlafen“, so Hartmann, der . vermutet, dass die Probleme als selbständige Polizeibehörde Mülheim geringer sein könnten.

Jedenfalls wünscht die BAMH-Fraktion für die nächste Sitzung des BSO einen Bericht der Polizei, ob und bis wann dieser gefährliche Missstand für Mülheim abgeschafft werden könne. „Und wir hoffen, dass die Polizei Essen sich nicht wieder weigert, die Fragen der Ratsmitglieder zu beantworten“, so Hartmann abschließend.

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