Bei der Waldbrandbekämpfung spielt der Zeitfaktor die entscheidende Rolle (Symbolfoto)

Oberhausen/Rheinberg/Rhein-Ruhr. Gefährdungsstufe 4 – Hohe Gefahr! In der Karwoche meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Gefährdung nach dem Waldbrand-Gefahrenindex WBI. Mit einer Durchschnittstemperatur von 7,2 Grad war der März 2017 der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Gerade die zweite Monatshälfte erinnerte schon eher an den Mai. Das zuletzt recht trockene Frühjahrswetter lässt das Risiko von Waldbränden deutlich ansteigen. Nach aktuellen Angaben des DWD entspannt sich zunächst die Gefährdungslage über das Osterwochenende.

Die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Marie-Luise Fasse, sagt, dass „rund zwei Drittel aller Waldbrände auf diese besonders kritische Frühjahrszeit entfallen, denn die abgestorbene Bodenvegetation des Vorjahres ist leicht entflammbar.“

Bei der Waldbrandbekämpfung spielt der Zeitfaktor die entscheidende Rolle. Daher fordert die SDW alle Bürger auf, auch kleinste Brände umgehend der Feuerwehr (Notruf 112) zu melden. Die SDW appelliert zudem an alle Waldbesucher, sich umsichtig und verantwortungsvoll zu verhalten. Achtlos aus dem Auto oder dem Zug geworfene Zigarettenkippen können verheerende Folgen haben. „Im Wald selbst gilt ab März absolutes Rauchverbot und auch das Grillen oder Entzünden eines Feuers in oder am Wald ist ohne Genehmigung der Forstbehörde gesetzlich verboten“, erklärt Fasse die Gesetzeslage. Sie bittet, Fahrzeuge unbedingt auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen, um die Zufahrten für Feuerwehrfahrzeuge nicht zu blockieren.

InfoKlick1: Waldbrand-Gefahrenindex WBI

InfoKlick2: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband NRW

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