Mit Prof. Dr. Herbert Rübben hat jetzt einer der renommiertesten deutschen Uroonkologen seinen Dienst in der Duisburger HELIOS Marien Klinik aufgenommen (Foto: HELIOS)

Duisburg. Ausgezeichnet mit der Maximilian Nitze-Medaille, der höchsten Ehrung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Herausgeber des Standardwerkes zur Uroonkologie, Mitglied der Leitlinienkommission zur  Prostatakarzinom-Früherkennung  – mit Prof. Dr. Herbert Rübben hat jetzt einer der renommiertesten deutschen Uroonkologen seinen Dienst in der Duisburger HELIOS Marien Klinik aufgenommen. Seit kurzem ist der ehemalige Essener Uniklinikdirektor in der hiesigen urologischen Abteilung gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler, Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Frank vom Dorp, für den Schwerpunkt der uroonkologischen Beckenchirurgie verantwortlich.

Schon früh hat Prof. Rübben seinen medizinischen Fokus auf die Uroonkologie gelegt, den Bereich, der sich mit den Krebserkrankungen der harnbildenden und -ableitenden Organen beschäftigt. Bereits in den 1970er Jahren betrieb er experimentelle Untersuchungen zur Therapie des Blasenkarzinoms und war am Aufbau eines Registers für Harnwegstumore beteiligt. Prof. Rübben ist Herausgeber des Standardwerks „Uroonkologie“, das bereits in sechster Auflage erschienen ist. Zuletzt war der 67-Jährige Direktor der urologischen Universitätsklinik Essen und ist bis heute ein international gefragter Experte.

Prof. Rübbens neue Wirkungsstätte: Einer der hochmodernen OP-Säle in der kürzlich eröffneten HELIOS Marien Klinik mit neuester interventioneller urologischer Technik (Foto: ©M.Wohlrab/Helios Marien Klinik Duisburg)

Sein Schwerpunkt der Beckenchirurgie befasst sich mit Erkrankungen, die für die Betroffenen oftmals sehr belastend sind. „Das Becken enthält viele Körperfunktionen, die bei Störungen die Lebensqualität stark beeinträchtigen – dazu zählt etwa die Kontinenz oder auch die Potenz“, sagt er. Deshalb sei bei einer Tumorerkrankung in dieser Körperregion der Erhalt der Organfunktion oder auch des Organes selbst eine der obersten Prämissen. Ist dies nicht möglich, so stehen dem Operateur verschiedene plastische Rekonstruktionsmöglichkeiten etwa der Blase oder der Harnleiter zur Verfügung. „Um für jeden Patienten den individuell besten Therapieplan zu erstellen, ist zudem der Zugriff auf die Strukturen eines Maximalversorgers wie im HELIOS Klinikum Duisburg von Vorteil“, meint Prof. Rübben. So können etwa Krebspatienten in enger Abstimmung mit der großen Klinik für Onkologie und Hämatologie betreut werden. Neben der medizinischen Versorgungsqualität ist ihm auch die menschliche Komponente sehr wichtig. „Mir gefällt das Verständnis vom Umgang mit Patienten, das hier gelebt wird“, sagt Prof Rübben nach seinen ersten Tagen am neuen Einsatzort. Dass mit Priv.-Doz. Dr. Frank vom Dorp als Chefarzt der urologischen Klinik einer seiner ehemaligen Schüler sein Vorgesetzter werden würde, war für den gebürtigen Aachener kein Hindernis: „Wir schätzen uns sehr und es freut mich, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Von jetzt auf gleich für den Ruhestand das Skalpell fallen zulassen, kam für Rübben als ehemaliger Klinikdirektor ohnehin nicht in Frage. Deshalb nahm er das Angebot aus Duisburg gerne an, wenn auch mit einem etwas reduzierten OP-Plan. Der Zuspruch der Patienten gibt ihm in seiner Entscheidung Recht – viele nehmen weite Wege auf sich, um von dem erfahrenen Urologen behandelt zu werden. Auch für die Nachwuchsärzte an Duisburgs einziger Klinik mit eigener umfassender urologischer Fachabteilung ist Prof. Rübbens Start etwas Besonderes: Wann lernt man schon mal den Verfasser eines etablierten medizinischen Standardwerkes  am eigenen Arbeitsplatz kennen und kann ihm dann auch noch bei Eingriffen und Therapien über die Schulter schauen.

Prof. Rübben ist zudem Mitglied und Amtsträger in verschiedenen nationalen sowie internationalen Gremien und Fachgesellschaften. Seit 2010 ist er darüber hinaus federführender Schriftführer der Fachzeitschrift „Der Urologe“ und verfasst auf FOCUS online Beiträge zum Thema Männergesundheit. In seiner freien Zeit geht er seiner künstlerischen Ader nach und fertigt Malereien auf großformatigen Fotografien an.

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