ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer (Foto: ENNI)

Moers. Schon zur Jahreswende war die strategische Entscheidung der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI) gefallen, sich an einem der derzeit attraktivsten regenerativen Erzeugungsprojekte in Deutschland zu beteiligen. Freitag fiel nun der endgültige Baubeschluss der 20 beteiligten Gesellschafter, die 45 Kilometer vor der Nordseeinsel Borkum bis 2019 gemeinsam einen Windpark auf hoher See errichten werden. Mit dem Trianel Windpark Borkum II wird auch ENNI ihre grüne Stromerzeugungsquote nochmals deutlich ausbauen. „Wir werden dabei für einen Anteil von etwas über einem Prozent rund drei Millionen Euro investieren“, freut sich ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer nach mehreren Windparkprojekten an Land so auch auf See zum Zuge gekommen zu sein. „Damit haben wir erneut eine große Chance der Energiewende für uns genutzt und werden mit unseren anderen Projekten schon bald knapp 30 Prozent unseres Strombedarfs aus eigenen regenerativen Quellen beziehen.“

Mit dem ersten Rammschlag zur Verankerung der Fundamentstrukturen soll der Startschuss für die Arbeiten schon im Frühjahr 2018 fallen. Der Nordsee-Windpark wird aus 32 Windkraftanlagen des Anlagenherstellers Senvion mit einer Leistung von jeweils rund 6,3 MW bestehen. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von rund 180 Metern – von der Wasserlinie bis zur Blattspitze –  und einen Rotordurchmesser von 152 Metern. Errichtet werden die Windkraftanlagen auf einzelnen Stahlpfählen, sogenannten Monopiles. Sie werden an die bereits vorhandene parkinterne Umspannplattform der ersten Ausbaustufe des Trianel Windparks Borkum angeschlossen, der bereits 2015 in Betrieb ging. Nach Fertigstellung wird der Trianel Windpark Borkum II jährlich rund 800 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produzieren.

Neben ENNI werden sich 16 weitere regionale Energieversorger aus Deutschland sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel an diesem rund 800 Millionen teuren Energiewendeprojekt beteiligen.

Weitere Gesellschafter sind die EWE AG aus Oldenburg sowie ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich mit der schweizerischen Fontavis. „So ein Großprojekt können Stadtwerke unserer Größe nur mit Partnern stemmen“, schwört Krämer hier auf den starken und erfahrenen Verbund unter dem Trianel-Dach. „Jährlich werden wir aus der Nordsee zukünftig rund neun Millionen Kilowattstunden Ökostrom für etwa 3000 Haushalte beziehen.“

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