Mülheim ist für Bert Walther vertrautes Pflaster, der 54-Jährige ist in Winkhausen aufgewachsen (Foto: privat)

Mülheim. Aus dem Kirchenkreis Kleve wechselt Bert Walther als Jugendreferent nun an die Ruhr. Im Mülheimer Kirchenkreis übernimmt der Sozialpädagoge das Jugendreferat mit Büro in der Althofstraße. Mülheim ist für Bert Walther vertrautes Pflaster, der 54-Jährige ist in Winkhausen aufgewachsen und „in der Gemeinde- und CVJM-Jugendarbeit sozialisiert“, wie er sagt: „Jungschar und Freizeiten, aber auch Kindergottesdienste und Konfiarbeit in der Gemeinde, da war alles dabei“ – und das folgende Sozialpädagogik- und Gemeindepädagogik-Studium an der Evangelischen Fachhochschule mehr als naheliegend. Erste berufliche Kontakte zum Kirchenkreis An der Ruhr gab es sogar schon 1985 zum Kirchentag in Düsseldorf. „Da habe ich als Praktikant das Angebot der Kirchenkreisjugend auf dem Markt der Möglichkeiten mitbetreut.“ Nun freut er sich darauf, die nächsten Kirchentage gemeinsam mit Mülheimer Jugendlichen zu erleben.

Die Vernetzung mit der Konfirmandenarbeit war Bert Walther in seiner bisherigen Stelle ein großes Anliegen. „Wenn man den Konfis gute Angebote macht, kann man immer auch Einige für die Jugendarbeit interessieren“, sagt er. Besonders erlebnisreich seien zum Beispiel die Klever Konfi-Aktions-Tage mit rund 600 Teilnehmenden gewesen. In den 15 Jahren in Kleve war Bert Walther es gewohnt als Jugendreferent auch weitere Strecken zurückzulegen. „Die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten der Jugendarbeit waren in einem ländlichen Kirchenkreis deutlich größer als hier in Mülheim“, so Walther. Auch die Bevölkerung unterscheidet sich von der in der Stadt an der Ruhr. „Klar, dass es hier wesentlich mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund gibt, auch darauf muss Jugendarbeit eingehen.“

Die Arbeit in internationalen Zusammenhängen findet der Sozialpädagoge äußerst spannend, in Kleve betreute er auch Begegnungen mit Jugendlichen aus dem dortigen Partnerkirchenkreis in Indonesien. „Partnerschaftsarbeit bietet Chancen für intensivste Begegnungen“, findet Bert Walther. „Man steigt gemeinsam viel tiefer in die Glaubensauseinandersetzung ein und es ist persönliche Haltung gefragt. Da wird man als Teilnehmer, aber auch als Leiter ganz anders hinterfragt als im Alltag, auch ganz anders angesprochen und berührt.“

Neben der lebendigen Arbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen scheut der „Neue“ im Kirchenkreis auch die Arbeit in Gremien nicht. Als Mitglied der Delegiertenkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland setzt er sich mit Berufsbilddiskussionen auseinander und bringt sich im Finanzausschuss der rheinischen Jugend ein.

Nicht nur mit Jugendlichen ist Bert Walther gerne unterwegs. Wenn die Zeit es erlaubt, unternimmt er mit Frau und Hund gerne Touren mit dem Wohnmobil, rund 6000 Kilometer schafften sie allein im letzten Jahr.

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