Rolf Dockenfuß' Leistungen für den Verein und für den Segelsport sind bemerkenswert und nachhaltig, so Manfred Lenz, Vorsitzender des SVNRW bei der Überreichung von Urkunde und Ehrennadel (Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Andreas Dick)

Oberhausen. Anlässlich der Mitgliederversammlung des Seglerverbandes NRW wurde Rolf Dockenfuß vom Oberhausener Segel-Club mit der silbernen Ehrennadel für herausragende und vorbildliche Leistung ausgezeichnet worden.

Er nahm bereits 1985 an ersten vorbereitenden Gesprächen zur Gründung einer Segelabteilung des Mehrspartenvereins Sportvereinigung Sterkrade-Nord 1920/25 e.V. teil und vollzog dann 1987 mit der Meldung beim Deutsche Segler-Verband die Gründung.

Karl Wolters – damaliger Vorstand der Sportvereinigung Sterkrade-Nord – überredete ihn, von Beginn an der erste Vorsitzende und in Personalunion auch der Kassenwart dieser Abteilung zu werden – mit all den Anfangsproblemen, Schwierigkeiten und mit einem enorm hohen Zeitaufwand, die so eine Neugründung mit sich brachte. Mit seiner liebenswerten Art schaffte er es, die neu gewonnenen Mitglieder zur aktiven Mitarbeit zu motivieren. Das sah er auch als seine Hauptaufgabe an – denn ein Verein braucht aktive Mitglieder, um funktionieren zu können. Dazu nutzte er das Instrument der Ausbildung.

Bereits 1988 führte er ohne weitere Unterstützung erste und kostenlose Ausbildungen zum Führerscheinerwerb durch. Ein Großteil der Segelneulinge konnten dann auch durch sein außerordentliches Engagement überzeugt werden, im Verein zu bleiben und dort selber aktiv zu werden. In nur vier Jahren wuchs die Mitgliederzahl des Vereins somit auf 80 Personen an.

Dockenfuß verfolgte immer das Ziel, Abteilungsleiter einer sozialverträglichen Segelabteilung zu sein und setzte so durch, dass viele Menschen in diesen wunderschönen Sport aktiv werden konnten. Mit einem Mitgliedbeitrag von damals 36 DM im Jahr kam er diesem Ziel sehr nah. Ihm war es aber auch immer wichtig die Kameradschaft und den Zusammenhalt zu pflegen.

1988 organisierte er die ersten Plattbodenfahrten auf dem Ijsselmeer und schaffte 1992 den ersten Opti für den OSC an, denn ihm war damals schon klar: ohne Nachwuchs keine Zukunft. 1988 war auch das Jahr, wo er es schaffte, Surfer zu begeistern und in den Verein zu integrieren. Diese sind bis heute aktiv und segeln sogar in der Bundesliga mit.

Mit seinen Berichten von den eigenen Törns auf der Ostsee weckte er das Interesse vieler Segelfreunde, die sich so animiert fühlten, selbst eigene Törns zu organisieren und an vielen Küsten zu segeln und in vielen Häfen – nicht nur am Ijsselmeer – anzulegen.

Anzeigen