Bu00fcrgermeister Heiko Schmidt (Foto: privat)

Sonsbeck. Liebe Bürgerinnen und Bürger aus Hamb, Labbeck und Sonsbeck! 

Wenn wir auf das Jahr 2016 zurückblicken, so lassen wir sicherlich ein weltpolitisch sehr unruhiges Jahr hinter uns, das geprägt war von Krieg und Terror in der Welt. Die Auswirkungen haben wir schon 2015 durch die große Einwanderung von Flüchtlingen unmittelbar miterleben können. In diesem Jahr gab es zwar keine nennenswerten Zuweisungen mehr.

Nun galt aber vielmehr, die zugwanderten Menschen in unserer Gemeinde zu integrieren. Dank der Mithilfe vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Kirchengemeinden konnten viele Treffen, gemeinsame Aktivitäten und Sprachkurse stattfinden und auch ein eigene „Lernoase“ eröffnet werden. 

Was unsere kommunale Familie zu leisten vermag, hat sich aber vor allem bei den Starkregenereignissen im Frühsommer diesen Jahres gezeigt, die uns sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden. Den Blick nach vorn zu richten war das Einzige, was uns nach dem Jahrhundertregen blieb, liebe Bürgerinnen und Bürger, und es war auch das Wichtigste. 

Bewundernswert war, wie sehr die Sonsbeckerinnen und Sonsbecker sich gegenseitig unterstützen. Und so haben alle angepackt, um die Schäden so schnell wie möglich zu beseitigen. Was uns allen geholfen hat, war der Zusammenhalt untereinander, waren die Solidarität und die spontane Hilfsbereitschaft von Nachbarn, Freunden, aber auch von Fremden. 

Mein ganz besonderer Dank geht an alle diejenigen in unserer Gemeinde, die in dieser Zeit viel auf Familie oder Freunde verzichtet haben, um ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen – der Feuerwehr, den Hilfsorganisationen und den Verwaltungs- und Bauhofsmitarbeitern. Mit einem „Handlungsleitfaden zur Starkregenvorsorge“ hat die Verwaltung mit breiter Unterstützung der Politik hier wichtige Weichen für die nächsten Jahre gestellt. 

Wer offenen Auges durch die Gemeinde geht, der hat sicherlich auch einige bauliche Veränderungen festgestellt, wie den neuen Zebrastreifen auf der Hochstraße, den Alleenradweg „Boxteler Bahn“, der in Labbeck angekommen ist und auch das Wohnbaugebiet „Rübstück“, das sich in diesem Jahr weiterentwickelt hat. Die Baustraßen sind angelegt und dank der großen Nachfrage waren alle Grundstücke sehr schnell vergeben. 

In Hamb hat die Dorfgemeinschaft zusammen mit dem Bauhof fleißig angepackt und für eine neue barrierefreie Pflasterung am Hubertushaus gesorgt und in Labbeck haben Mitglieder der St. Hubertus-Schützenbruderschaft das Heiligenhäuschen an dem Hufschen Weg grundsaniert. 

In diesem Zusammenhang möchte ich alle Vereine bzw. Ehrenamtliche erwähnen, die sich schon lange Zeit für eine gute Sache einsetzen und dies weiterhin tun. So viel Engagement ist nicht selbstverständlich. Hierfür ein herzliches Dankeschön. 

Besonders gefreut hat mich in diesem Jahr der Besuch der Schulministerin, Sylvia Löhrmann, die unsere Gesamtschule in Sonsbeck und Xanten besichtigt hat. Sie lobte das gute Konzept der Schule „mit viel Herz und Verstand“. Aber auch unsere Grundschule und die Kindergärten in allen Ortsteilen sind gut gefüllt und bestens aufgestellt. In diesem Jahr haben wir auch wieder für Nachschub gesorgt – fast 70 Babys wurden in Sonsbeck geboren. 

Auch im Interesse unserer nachfolgenden Generationen bin ich glücklich, dass dank einiger Bürgerinnen und Bürger die Firma Deutsche Glasfaser im nächsten Jahr moderne Glasfasertechnik bis in die Häuser bzw. die Wohnungen der Ortschaften Sonsbeck und Labbeck verlegen wird. 

Durch die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe werden zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Diese Gewerbebetriebe können zur Verbesserung der gemeindlichen Finanzkraft beitragen. Und wenn es uns gelingt, mit unserem touristischen Konzept das Land zu überzeugen, auch die „kleinen Perlen am Niederrhein“ zu unterstützen, wäre das gleichzeitig auch eine Chance, unseren Aussichtsturm zu retten. 

Ich wünsche uns für das nächste Jahr, dass wir unser „Wir-Gefühl“ und unseren guten Zusammenhalt bewahren. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf dieser Grundlage und mit einer stabilen Finanzkraft jede fachliche Diskussion im Interesse und zum Wohl unserer Gemeinde zu einer guten Lösung führen können. 

Mit dieser Überzeugung vor Augen wünsche ich Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das neue Jahr, Glück, Gesundheit und alles erdenklich Gute für 2017.  

 

Herzliche Grüße Ihr    

HEIKO SCHMIDT
BÜRGERMEISTER 

 

 

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